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Kultur

Finalisten für den Deutschen Buchpreis stehen fest

Fünf Autoren und eine Autorin gehen in die Schlussrunde zur Vergabe des diesjährigen Deutschen Buchpreises. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Shortlist mit den sechs Finalisten bekannt gegeben.

Die Jury des Deutschen Buchpreises (Quelle: Harald Schröder)

Die Jury des Deutschen Buchpreises 2008: Dr. Michael Schmitt, Dr. Martin Ebel, Manfred Keiper, Jens Jessen, Dr. Meike Feßmann, Dr. Rainer Moritz, Dr. Christoph Bartmann (v. l. n. r.)

Ingo Schulze, Uwe Tellkamp, Dietmar Dath, Sherko Fatah, Iris Hanika und Rolf Lappert stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Die Liste vertrete "keine einheitliche thematische oder stilistische Linie", sagte Jury-Sprecher Rainer Moritz am Mittwoch in Frankfurt am Main. Sie zeige vielmehr "die reichhaltige Bandbreite dessen, was deutschsprachige Autorinnen und Autoren 2008 an sehr lesenswerten Romanen vorgelegt haben". Die Nominierten sind alle zwischen 39 und 49 Jahren alt und gehören alle zur mittleren Generation der Gegenwartsautoren.

161 Titel gesichtet

Die sieben Jurymitglieder hätten insgesamt 161 Titel gesichtet und "mit Engagement und großer Leidenschaft" um die Liste gerungen, berichtete der Jury-Sprecher. "Es wurde diskutiert, geworben, verworfen und verteidigt - in einer höchst anregenden, konstruktiven Art und Weise, ganz wie es sich für eine offene literaturkritische Auseinandersetzung gehört".

In der Endrunde sind zwei Titel, die ein Porträt der Gesellschaft in der untergehenden DDR zeichnen: Tellkamps "Der Turm" (Suhrkamp) und Schulzes "Adam und Evelyn". In Daths "Die Abschaffung der Arten" (Suhrkamp) sprechen und handeln nach dem Untergang unserer Welt die Tiere. In Fatahs "Das dunkle Schiff» (Jung und Jung) flieht ein ehemaliger Gotteskrieger aus dem Irak nach Deutschland. Lappert hat mit "Nach Hause schwimmen" (Hanser) einen Roman über das Erwachsenwerden geschrieben. Hanikas "Treffen sich zwei" (Droschl) ist der einzige Liebesroman auf der Finalisten-Liste.

"Ihre Werke prägen die Diskussion über die aktuelle deutschsprachige Literatur in diesem Herbst bei Lesern, Kritikern, Verlegern und Buchhändlern - eine Diskussion, die gerade auch in der ausländischen Literatur- und Verlagsszene durch den Deutschen Buchpreis wieder intensiver geworden ist", sagte Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Vorsitzender der Akademie Deutscher Buchpreis.

Verleihung am 13. Oktober

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Die Titel müssen zwischen Oktober 2007 und September 2008 erschienen sein. Die Preisverleihung findet am 13. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse statt. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die fünf Finalisten jeweils 2500 Euro.

Nicht auf die Shortlist geschafft haben es bekannte Autoren wie Martin Walser und Peter Handke, der Anfang September freiwillig auf seine Nominierung freiwillig verzichtet hatte. Er wolle "zugunsten der anderen Gelisteten, vor allem der jüngeren, zurücktreten", hatte der Autor in einem Brief an den Börsenverein geschrieben. (kas)

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