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Fußball

Finale zum Greifen nah

Der FC Bayern ist dem ganz großen Ziel so nah wie nie zuvor – nur noch ein Spiel trennt die Münchner vom Champions-League-Finale in der eigenen Fußball-Arena: das Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid.

Bayern-Stürmer Mario Gomez hält die gefalteten Hände zum Himmel (Foto: REUTERS)

Bayern-Stürmer Mario Gomez hält die gefalteten Hände zum Himmel (Foto: REUTERS)

Der Traum vom Endspiel im eigenen Stadion ist für den FC Bayern München nur noch einen Schritt entfernt – doch der ist riesengroß. "Wir brauchen eine bayerische Sternstunde, um unser Ziel zu erreichen", sagte Karl-Heinz Rummenigge vor dem Rückspiel im Halbfinale der Champions League an diesem Mittwoch (20.45 Uhr MESZ) bei Real Madrid. Dort, so der Vorstandschef, erwarte den deutschen Rekordmeister "die Hölle".

Die Anspannung ist spürbar bei den Profis und Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters. Doch bange machen vor Cristiano Ronaldo, Mesut Özil und Co. gilt für die Bayern-Stars nicht, denn das Erreichen des Endspiels in der europäischen Königsklasse des Fußballs am 19. Mai winkt.

Aussprache zwischen Ribery und Robben

Nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" wollen die Bayern das mit rund 81.000 Fans gefüllte Estadio Santiago Bernabeu im Sturm erobern. Dabei sollen die versöhnten Streithähne Franck Ribéry und Arjen Robben neben Topstürmer Mario Gomez eine zentrale Rolle einnehmen. Rummenigge nannte die vom Klub betriebene Aussprache der beiden Bayern-Stars wichtig: "Beide spielen eine tragende Rolle und sind in der Lage, so ein Spiel alleine zu entscheiden."

Zumal Trainer Jupp Heynckes seine Mannschaft offensiv agieren lassen will. "Madrid hat riesiges Offensivpotenzial, bei meiner Mannschaft ist das aber ähnlich. Es wird ein Kampf der Giganten. Wir werden auch im Bernabeu nach vorne und auf Sieg spielen", sagte der Coach. Dabei würde den Bayern nach dem 2:1 im Hinspiel bereits ein Remis für den neunten Finaleinzug reichen.

Der Bayern-Sturm: Franck Ribéry, Arjen Robben und Mario Gomez (l.-r.) (Foto: dpa)

Der Bayern-Sturm: Franck Ribéry, Arjen Robben und Mario Gomez (l.-r.)

Mit Respekt zum großen Ziel

Doch der Respekt ist groß. "Real wird mit großer Wucht gegen uns antreten", prophezeite Rummenigge, "wir müssen hochkonzentriert sein, Nadelstiche setzen und ein Tor erzielen, sonst wird es schwierig." Kapitän Philipp Lahm brauche gegen Cristiano Ronaldo einen weiteren "Glanztag" in einer Begegnung, in der Rummenigge den größeren Druck beim FC Bayern sieht, "weil wir unbedingt ins Heim-Finale wollen". Dieses zu erreichen "wäre etwas Historisches, weil das selbst die größten Mannschaften wie Barcelona oder Real nicht geschafft haben". Barca hatte 1999, Madrid 2010 die einmalige Gelegenheit – im Endspiel stand aber jeweils der FC Bayern, gegen Manchester United und Inter Mailand.

Sieben Bayern-Spielern droht Final-Sperre

Mental schwierig wird das Spiel besonders für die sieben Bayern-Profis, die bei einer weiteren Gelben Karte im Endspiel gesperrt wären. Das betrifft David Alaba, Holger Badstuber, Jérôme Boateng, Luiz  Gustavo, Toni Kroos, Philipp Lahm und Thomas Müller. Lahm hofft daher, dass der ungarische Schiedsrichter Viktor Kassai "weiß, wer vorbelastet ist und einer schon ein grobes Foul machen muss, um eine Gelbe Karte zu erhalten".

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