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Fußball

Finale im eigenen Stadion lockt

Der Hamburger SV will mit einem Sieg im Halbfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Fulham den Grundstein für das Erreichen des Endspiels legen. Das wird im eigenen Stadion angepfiffen - doppelte Motivation.

HSV-Spieler Petric und Jarolim jubeln über Tor in Lüttich. Foto: picture-alliance/dpa

HSV will - wie hier im Viertelfinale in Lüttich - auch gegen Fulham jubeln

"Wann bekommst du schon mal die Gelegenheit, wieder ein Finale in Hamburg zu spielen? Wahrscheinlich erleben wir das alle gar nicht mehr", sagt Nationalspieler Piotr Trochowski. "Das ist ein Riesenanreiz für uns." Das Endspiel der Europa League wird am 12. Mai in Hamburg ausgetragen.

Warmmachen auf der Autobahn

Fulhams Zamora und Gera bejubeln den Treffer zum 1:0 in Wolfsburg. Foto: AP

Zamora (l.) schoss den 1:0-Siegtreffer für Fulham in Wolfsburg

Doch zunächst einmal muss der HSV die Hürde FC Fulham nehmen. In der englischen Premier League wird der Club derzeit nur auf dem zehnten Rang notiert. Die Hamburger sind dennoch gewarnt. Schließlich warfen die Spieler des Clubs aus dem Westen Londons im Viertelfinale den VfL Wolfsburg, den deutschen Meister der vergangenen Saison, aus dem Rennen. Zuvor hatte Fulham bereits Juventus Turin und Titelverteidiger Schachtjor Donezk ausgeschaltet. Wegen der Aschewolke über Europa mussten die Engländer mit Bus und Zug nach Hamburg reisen. "Das war keine optimale Vorbereitung. Es wird schwierig für uns", sagte Trainer Roy Hodgson. Und Torwart Mark Schwarzer ergänzte mit einem Augenzwinkern: "Wir hatten heute drei Stunden zum Warmmachen auf der Autobahn."

Für Labbadia geht es um den Job

HSV-Trainer Labbadia mit skeptischem Blick auf dem Platz. Foto: picture-alliance/dpa

Schwere Zeiten für Labbadia

Der HSV will eine Saison, die so verheißungsvoll begann, doch noch mit einem Erfolgserlebnis beenden. Nach zuletzt enttäuschenden Auftritten in der Bundesliga sind die Hamburger auf den siebten Tabellenrang abgerutscht. Und es ist ein offenes Geheimnis, dass sich Labbadia nach der Saison einen neuen Job suchen muss, sollte seine Mannschaft das Europa-League-Finale in Hamburg verpassen. Doch der Trainer gibt sich mit Blick auf die letzten Auftritte auf europäischer Ebene zuversichtlich. "Wir haben gegen Lüttich und Anderlecht gezeigt, was wir können. Für uns soll es ein Festtag werden." Der HSV muss allerdings auf den verletzten Stürmerstar Mladen Petric verzichten, der in Lüttich zweimal getroffen hatte. Selbst ein möglicher Erfolg gegen Fulham kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Haussegen bei den Hamburgern schief hängt. Am vergangenen Sonntag trat Torwart Frank Rost wegen eines Streits mit Labbadia aus dem Mannschaftsrat zurück. Einige Spieler denken angeblich daran, ihre Zelte in Hamburg abzubrechen.

Wut im Bauch

Doch jetzt wollen sich die Streithähne erst einmal auf das große Ziel konzentrieren. "Ich will ins Finale. Dahinter muss alles zurückstehen", sagt Frank Rost. Auch in der vergangenen Saison hatten die Hamburger die Chance, das Endspiel des Wettbewerbs zu erreichen, der damals noch Uefa-Cup hieß. Doch der HSV scheiterte in der Vorschlussrunde am Bundesliga-Rivalen Werder Bremen. "Alle, die das miterlebt haben, haben noch eine Menge Wut im Bauch, wollen das natürlich diesmal besser machen", meint Abwehrspieler Dennis Aogo und verweist auf das mögliche Finale im eigenen Stadion. "Mehr Motivation gibt es nicht."

Im zweiten Halbfinal-Hinspiel der Europa League empfängt ebenfalls an diesem Donnerstag (22.04.2010) Atletico Madrid den FC Liverpool.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Calle Kops

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