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Sport

Finale: Deutsche Fußballfrauen der Titelverteidigung ganz nah

Der WM-Titel 2007 ist nah: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft zieht durch ein 3:0 gegen Norwegen zum drittem Mal in Folge in ein Weltmeisterschafts-Finale ein. Sie spielen dort entweder gegen die USA oder Brasilien.

Die deutschen Fußballerinnen freuen sich (AP)

In vier Tagen findet das Endspiel statt

Vor 54.019 Zuschauern im fast voll besetzten Olympic Sport-Center von Tianjin bezwang die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Mittwochabend (26.09.2007) (Ortszeit) Norwegen klar mit 3:0. Spielführerin Birgit Prinz zeichnete für den wichtigen Führungstreffer in der 42. Minute verantwortlich, wenngleich die Norwegerin Trine Rönning schließlich per Eigentor vollendete. Kerstin Stegemann (72. Minute) und die eingewechselte Martina Müller (76. Minute) sorgten schließlich mit einem Doppelschlag für die endgültige Entscheidung.

Souverän und gut vorbereitet

Fatmire Bajramaj (rechts) im Zweikanpf mit Siri Nordby aus Norwegen (AP)

Die Deutsche Fatmire Bajramaj (rechts) im Zweikampf mit Siri Nordby aus Norwegen

"Ich bin total stolz auf unsere Leistung. Wir haben uns förmlich ins Spiel reingebissen - das fand ich klasse. Und das 1:0 kurz vor der Pause war enorm wichtig", sagte Trainerin Silvia Neid nach der Partie. Im dritten Endspiel nach 1995 und 2003 trifft sie mit der DFB-Elf am Sonntag (14.00 Uhr MESZ) in Shanghai auf die USA oder Brasilien. Diese Teams ermitteln an diesem Donnerstag in der zweiten Vorschlussrunden-Partie in Hangzhou den Final-Gegner. "Der Gegner ist mir ehrlich gesagt egal. Die USA spielen so ähnlich wie Norwegen, Brasilien ist technisch sehr versiert. Auf jeden Fall werden wir sehr gut vorbereitet ins Finale gehen", betonte Neid.

Sie vertraute der selben Startformation wie beim 3:0-Sieg über Nordkorea. Anders als zuletzt im Viertelfinale fand der Weltmeister schnell ins Spiel, war von Beginn an hellwach. Sandra Smisek gab schon in der 1. Minute einen Warnschuss auf das Tor ab, der aber knapp über die Latte strich. Weitere Chancen in der temporeichen Partie zweier gleichwertiger Teams mit ähnlicher Spiel-Anlage hatten Renate Lingor (13. Minute), Smisek per Kopf (15. Minute) nach einem Lingor-Freistoß und Birgit Prinz (17. Minute). Doch alle Versuche waren zu hoch angesetzt.

Das Glück der Tüchtigen

Aber auch die Norwegerinnen waren in einer sehr starken Phase zwischen der 18. und 23. Minute nicht erfolgreicher. Leni Larsen Kaurin scheiterte gleich zwei Mal an DFB-Torhüterin Nadine Angerer, die auch bei Schüssen von Ingvild Stensland und Solveig Gulbrandsen auf dem Posten war und immer sicherer wurde.

DFB-Frauen jubeln nach dem 3:0 gegen Norwegen(AP)

Sie sind erfolgreicher als die deutschen Männer!

Danach wogte das abwechslungsreiche Spiel hin und her, bis sich Prinz auf der linken Seite nach einem Pass der für Melanie Behringer eingewechselten Fatmire Bajramaj ein Herz fasste. Die Spielführerin zog auf und davon, hatte dann aber das Glück der Tüchtigen, dass ihre scharfe Hereingabe von Innenverteidigerin Rönning unhaltbar für Bente Nordby ins eigene Netz gelenkt wurde. Nur 60 Sekunden später brannte es wieder im deutschen Strafraum, bis Angerer beherzt zugriff.

Weltrekord: Fünftes WM-Spiel ohne Gegentreffer

Nach dem Wechsel verflachte das Spiel ein wenig, auch da sich der Welt- und Europameister mehr auf Konter verlegte und das Geschehen weitgehend kontrollierte. Stegemann und Müller beseitigten mit zwei Toren innerhalb von nur vier Minuten die letzten Zweifel am verdienten 13. Sieg über den Dauer-Rivalen. Auch die Abwehr verrichtete erneut sehr gute Arbeit und ließ nur wenige Chancen im 29. Duell mit dem Weltmeister von 1995 zu. So blieb die Elf auch im fünften WM-Spiel in Serie ohne Gegentor - WM-Rekord. Den letzten Gegentreffer kassierte Deutschland im Finale 2003 gegen Schweden in der 41. Minute - danach folgten 507 WM-Minuten ohne Gegentreffer. (vem)

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