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Filme

Filmtipp: "3 Seasons in Hell"

Geschichtskino aus Tschechien: "3 Seasons in Hell" erzählt von den Erlebnissen eines jungen Literaten in den bewegten Jahren nach dem 2. Weltkrieg.

Filme aus den osteuropäischen Ländern gelingt nur selten der Sprung in den deutschen Kinoalltag. "3 Seasons in Hell" von Regisseur Tomás Masín ist so eine Ausnahme. Der Regisseur erzählt in seinem Spielfilmdebüt aus einer Zeit, in der in vielen Ländern Osteuropas die historischen Weichen gestellt wurden. Im Prag des Jahres 1947 begegnet der Zuschauer dem jungen Ivan Heinz, der voller Hoffnungen und Euphorie einer neuen Zeit entgegen fiebert. Das kommunistische Regime entpuppt sich jedoch nach und nach als repressives System, das dem Individuum kaum Spielraum einräumt – vor allem, wenn es auch noch so unkonventionell auftritt wie der ungestüme Nachwuchsliterat.

"3 Seasons in Hell" bietet aber nicht nur eine Lektion in Sachen frühe Geschichte der Tschechoslowakei. Ivan Heinz lernt in den bewegten, von Politik und gesellschaftlichen Veränderungen geprägten Jahren die junge Jana kennen und lieben (auf unserem Bild: Krystof Hádek, Karolina Gruszka). So entwickelt Regisseur Tomás Masín auch eine zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die sich nicht unterordnen lassen wollen. Der Film ist ein schönes Beispiel für Kino, das auf eine angenehm altmodisch anmutende Art und Weise unterhält und dabei gleichzeitig die Augen öffnet für eine hierzulande fast vergessene Epoche der osteuropäischen Geschichte.

Tomás Masín: „3 Seasons in Hell", Tschechien 2010, 110 Minuten, u.a. mit Krystof Hádek, Karolina Gruszka und Martin Huba, Eclipse Film Verleih, Bundesstart am 15.11.2012

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