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Kultur

Filmmuseum Potsdam meldet sich zurück

Die Geschichte des Kinos hat wieder ein Platz in Potsdam. Zur Neueröffnung des Filmmuseums nach aufwendiger Sanierung wird die Familienausstellung "Die Abenteuer des jungen Marco Polo" gezeigt.

Die rund 300.000 Euro teure Ausstellung basiert auf der gleichnamigen TV-Animationsserie, von der der Kinderkanal Kika seit Mitte Oktober alle 26 Folgen zeigt. Sie ergänzt für ein Jahr die Dauerausstellung zur über 100-jährigen Filmgeschichte in Babelsberg.

Das Museum im Herzen Potsdams war fast eineinhalb Jahre geschlossen. Hintergrund war vor allem die Verbesserung des Brandschutzes. Schäden im Dach hatten jedoch zu Verzögerungen und Mehrkosten geführt – aus den ursprünglich veranschlagten 1,5 Millionen wurden rund 2,5 Millionen Euro.

Praxis und Forschung enger verzahnen

Das 1981 zu DDR-Zeiten gegründete Haus eröffnet unter neuer Leitung: Die Filmwissenschaftlerin Ursula von Keitz lehrt seit dem Wintersemester 2014/15 als Professorin an der Filmuniversität Babelsberg, zu der auch das Museum gehört. Durch diese Verbindung sollen Praxis und Forschung künftig enger verzahnt werden.

Konkrete Pläne hat die gebürtige Regensburgerin, die unter anderem stellvertretende Direktorin des Deutschen Filminstituts DIF in Frankfurt/Main war, auch für künftige Wechselausstellungen. "Ich möchte das Thema Tanz und Film darstellen", sagte sie. 2017 stehe dann das 100-jährige Bestehen des Filmunternehmens Ufa an, das in Potsdam seinen Sitz hat.

as / rb (dpa / filmmuseum-potsdam.de)