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Filme

Filmfestspiele laufen auf Hochtouren

Morgens nach den Karten anstehen, abends ein Flimmern vor den Augen haben und dazwischen Kino, Kino, Kino. So vergehen die Tage auf der Berlinale. Die erste Woche ist fast vorbei – Zeit für eine Zwischenbilanz.

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Acht fantastische Frauen aus Frankreich

Der bisherige Wettbewerbsrenner der diesjährigen Berliner Filmfestspiele kommt aus Frankreich, "8 femmes" ("Acht Frauen") von Francois Ozon. Bei diesem Film nahm der Beifall der Zuschauer kein Ende. Die Geschichte ist schnell erzählt.

In einer Winternacht irgendwann in den 50er Jahren wird Marcel, wohlhabender Industrieller, in seinem Schloss erstochen. Als Täter kommen nur Frauen in Frage: Seine Ehefrau, zwei Töchter, Schwiegermutter, Schwägerin, Köchin oder Schwester. Das Besondere an diesem Film sind nicht die Auflösung des Falls oder die Musicaleinlagen - obgleich die Stücke wunderbar witzig und gleichsam melancholisch sind - sondern die Besetzung der Rollen. Acht französische Weltstars aus jeder Altersgruppe - angefangen bei Catherine Deneuve über Emmanuelle Beart bis hin zu Isabelle Huppert - agieren hier gemeinsam vor der Kamera. Mit herrlich spitzer Zunge verdächtigen sie sich gegenseitig und lüften die Geheimnisse der anderen. Ozon ist es gelungen, dass sich die Stars nicht an die Wand spielen, sondern gemeinsam eine herrlich witzige Geschichte erzählen.

"Monster’s Ball"

Szene aus dem Film Monster's Ball Berlinale Wettbewerb

Im amerikanischen Wettbewerbsbeitrag "Monster's Ball" ist Hank ein Henker in einem Gefängnis in Georgia. Genauso wie schon sein Vater begleitet er die zum Tode Verurteilten auf ihrem letzten Gang zum elektrischen Stuhl. Und auch sein Sohn Sonny soll nun zum ersten Mal allein verantwortlich sein für die Hinrichtung eines schwarzen Verbrechers. Doch Sonny ist dieser Situation nicht gewachsen. Hank ist von ihm mehr als enttäuscht. Den Hass seines Vaters nicht ertragend bringt sich Sonny um.

Was bis dahin eine beeindruckende Studie über das Leben im Süden der USA war - angefangen vom Rassenhass, der klebrigen Hitze bis zu seinen wortkargen Bewohnern - wird jetzt zur Erleuchtungsgeschichte von Hank. Er kündigt seinen Job und verliebt sich in Leticia, die Frau des Hingerichteten. Die erste Hälfte von "Monster's Ball" überzeugt auf ganzer Linie, nicht zuletzt auf Grund der schauspielerischen Leistungen von Billy Bob Thornton und seiner Partnerin Halle Berry. Doch die komplette Verwandlung vom Saulus zum Paulus, vom Schwarzen hassenden Henker zum liebenden Tankstellenbesitzer, wirkt sehr unglaubwürdig.

Symbolbild Film Festival roter Teppich

Dossier KINO Favoriten: Die Besten des deutschen Films

Was sind die besten Dramen, die lustigsten Komödien, die Top-Schauspielerinnen und die größten Leinwandhelden? In der Serie "KINO Favoriten" präsentiert das DW-Filmmagazin seine ganz persönliche Auswahl.