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Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich

Fillon setzt sich in Job-Affäre um seine Ehefrau zur Wehr

Der Präsidentschaftskandidat der französischen Konservativen will gegen Berichte über die angebliche Scheinbeschäftigung seiner Ehefrau juristisch vorgehen. Dokumente über ihre Arbeit wurden den Behörden ausgehändigt.

Frtankreich Wahlkampf Francois Fillon mit seiner Frau Penelope (picture alliance/abaca/Y. Korbi)

François Fillon mit seiner Frau Penelope

François Fillon geht in die Offensive. Der 62-Jährige wehrt sich gegen Verdacht, seine Frau Penelope angestellt zu haben, ohne dass sie tatsächlich Arbeit leistete. Er werde Klage gegen die "Zeitungen einreichen, die behaupten, dass meine Frau eine fiktive Anstellung hatte", sagte Fillon am Donnerstagabend dem Fernsehsender TF1. Es habe sich um eine wirkliche Beschäftigung gehandelt, sagte der konservative Politiker. Dies sei legal und "total transparent" gewesen. Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Wer seine Ehefrau angreifen wolle, der werde sich mit ihm selbst auseinandersetzen müssen, sagte Fillon dem Sender TF1.

Anwalt übergibt Unterlagen

Der Anwalt Fillons hat Ermittlern Dokumente übergeben. Der Jurist Antonin Levy bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, Vertreter der Finanz-Staatsanwaltschaft getroffen und ihnen die Unterlagen überreicht zu haben. Gegenüber der Agentur AFP machte Levy keine Angaben zum Inhalt der überreichten Dokumente. Die Ermittler prüfen in Vorermittlungen den Vorwurf der Scheinbeschäftigung.

"Penelope-Gate"

Die Wochenzeitung "Le Canard Enchaîné" hatte am Mittwoch enthüllt, dass Fillon als Abgeordneter seine Frau jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin beschäftigt hatte. Grundsätzlich ist es französischen Abgeordneten erlaubt, Familienangehörige zu beschäftigen, solange diese tatsächlich arbeiten.

Fillon ist seit seiner Wahl zum Spitzenkandidaten Ende vergangenen Jahres der starke Mann der bürgerlichen Rechten. Im Rennen für den Élyséepalast ist Marine Le Pen, die Chefin des rechtsextremen Front National (FN), seine Hauptkonkurrentin. Von dem Vorwurf, er habe seiner Frau einen fiktiven Job auf Staatskosten zugeschanzt, könnte Le Pen profitieren. Insgesamt soll Penelope Fillon etwa 500.000 Euro aus der Parlamentskasse erhalten haben.

qu/cgn (afp, dpa, rtre, ape)

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