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Wahlkampf in Frankreich

Fillon ließ sich teure Anzüge schenken

Der konservative französische Präsidentschaftskandidat François Fillon hat von einem Gönner zwei Maßanzüge im Wert von 13.000 Euro erhalten. Geschenkt. Fillon sieht darin aber kein Fehlverhalten.

In einem Interview mit der Zeitung "Les Echos" gibt François Fillon (Archivbild) zu, dass er die Anzüge angenommen habe, sieht daran aber nichts Verwerfliches: "Ein Freund hat mir die Anzüge im Februar angeboten. Na und?"

Sein Privatleben werde derzeit bis in den kleinsten Winkel durchleuchtet - und diese Behandlung ist mir vorbehalten, beklagte sich Fillon in dem Gespräch. "Ich weiß nicht, wer darauf aus ist, mir zu schaden."

Undankbar

Die Sonntagszeitung "Le Journal du dimanche" hatte berichtet, dass ein spendabler Freund zwei Anzüge für Fillon mit einem auf den 20. Februar datierten Scheck über 13.000 Euro bei einem Pariser Nobel-Schneider bezahlt habe. "Ich habe auf Bitten von François Fillon bezahlt", zitierte die Zeitung den Gönner. Dieser bat das Blatt um Anonymität und ergänzte in einer Spitze gegen Fillon: "Übrigens, ohne das geringste Dankeschön seither."

Abgestürzt

Der lange als klarer Favorit für die Präsidentschaftswahl in Frankreich gehandelte 63-Jährige ist wegen einer Scheinbeschäftigungsaffäre um seine Ehefrau in Umfragen abgestürzt. Der konservative Politiker liegt demnach inzwischen mit klarem Abstand hinter der Rechtspopulistin Marine Le Pen und Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron auf dem dritten Platz. Damit würde er den Einzug in die Stichwahl verfehlen. Die beiden Wahlrunden sind für den 23. April und den 7. Mai angesetzt.

cgn/wa (afp, dpa, rtre)

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