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FIFA

FIFA-Whistleblower Chuck Blazer gestorben

Der Mann, über dessen Aussagen FIFA-Boss Joseph Blatter stürzte, ist tot. Der US-Amerikaner Chuck Blazer, vom Fußball-Weltverband selbst lebenslang gesperrt, wurde 72 Jahre alt.

Der frühere FIFA-Funktionär Chuck Blazer ist tot. Das bestätigte der Anwalt des US-Amerikaners in der Nacht auf Donnerstag mehreren Medien. Blazer, der als "Whistleblower" eine bedeutende Rolle im Skandal um den Fußball-Weltverband gespielt hatte, war vor Jahren an Krebs erkrankt und wurde 72 Jahre alt. 2015 war er unter anderem wegen Korruption von der FIFA-Ethikkommission lebenslang gesperrt worden.

"Sein Fehlverhalten, für das er in vollem Umfang die Verantwortung übernommen hat, sollte nicht seinen positiven Einfluss auf den internationalen Fußball verschleiern", teilte Blazers Anwalt in einer Stellungnahme mit. Die Aussagen des früheren Mitglieds des FIFA-Exekutivkomitees waren am Ende mit für den Sturz des früheren FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter verantwortlich.

Spitzel für das FBI

Blazer war von 1990 bis 2011 Generalsekretär des Kontinentalverbandes von Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (CONCACAF). Von 1996 bis 2013 war er zudem Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees. Seine Machenschaften, bei denen er stets die Hand aufhielt, brachten ihm den Spitznamen "Mister 10 Prozent" ein.

2012 geriet er ins Visier des FBI, 2013 gestand er seine kriminellen Geschäfte. Fortan kooperierte er mit den US-Behörden und bespitzelte angeblich andere Funktionäre. Ihm wurde unter anderem organisierte Kriminalität, Betrug, Geldwäsche und Steuerhinterziehung vorgeworfen.

Über Jahre hinweg war Blazer für seinen extravaganten Lebensstil bekannt. In seinem luxuriösen Appartement im New Yorker Trump Tower soll er Räume nur für seine Katzen angemietet haben. Verhaftet worden war Blazer 2011 wegen Steuerbetrugs - angeblich als er gerade auf seinem Seniorenmobil auf dem Weg zu seinem Lieblingsrestaurant war.

to/ck (sid, dpa)

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