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Sport

FIFA verhängt Transfersperre gegen Real und Atlético

Die spanischen Spitzenclubs Real und Atlético Madrid sind von der FIFA mit einem Transferverbot belegt worden. Es geht um Verstöße bei internationalen Transfers und bei der Registrierung von Spielern unter 18 Jahren.

Die Transfersperre gilt nach Angaben des Fußball-Weltverbandes nicht für die laufende Registrierungsperiode, sondern für die beiden kommenden. Zudem muss Atlético umgerechnet rund 825.000 Euro zahlen, Real wurde zu einer Geldbuße von rund 330.000 Euro verurteilt. Beide Clubs müssen laut FIFA-Mitteilung "die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen legalisieren".

Bei Atlético sollen zwischen 2007 und 2014 mehrere minderjährige Spieler registriert gewesen sein, bei Real wurde diese Praxis offenbar noch länger geübt. Dort soll es zwischen 2005 und 2014 entsprechende Verstöße gegeben haben.

Gleiche Verstöße schon 2014

Von den Vereinen gab es zunächst keine Reaktion. 2014 war der FC Barcelona bereits wegen des gleichen Vergehens von der FIFA bestraft worden und durfte in beiden Transferfenstern 2015 keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen.

Die FIFA beruft sich bei ihren Strafmaßnahmen auf Artikel 19 des "Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern". Demnach darf ein Spieler nur international transferiert werden, wenn er mindestens 18 Jahre alt ist. Der Artikel sieht nur drei Ausnahmen vor, die allerdings erst nach Prüfung bewilligt werden können.

Bereits im April 2014 hatte die FIFA wegen ähnlicher Vergehen hart durchgegriffen und Reals Erzrivalen FC Barcelona mit der gleichen Strafe - einem Transferverbot für zwei Perioden - belegt. Nach Ablauf der Sperre zum 1. Januar 2016 hatten die Katalanen unlängst auf einen Schlag insgesamt 77 Zugänge beim spanischen Verband gemeldet.

haz/uh (dpa, sid)