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Sport-News

FIFA nimmt Kosovo und Gibraltar auf

Der Weltfußballverband hat zwei Mitglieder mehr, ist auf 211 angewachsen. Die Teams des Kosovos und Gibraltars dürfen somit an der Qualifikation für die WM 2018 teilnehmen - doch es gibt auch kritische Stimmen.

Der krisengeschüttelte Fußball-Weltverband FIFA hat zwei Mitglieder mehr. Am Freitag segneten die 207 stimmberechtigten der 209 Nationalverbände beim FIFA-Kongress in Mexiko-Stadt die Aufnahmeanträge des Kosovo und von Gibraltar ab. Beide dürfen deshalb schon in der Qualifikation für die WM 2018 in Russland starten, die im September 2016 beginnt.

Dem Antrag Gibraltars stimmten im Banamex-Kongresscenter 172 FIFA-Verbände zu, 12 waren dagegen. Beim Kosovo fiel das Votum mit 141:23 Stimmen ein wenig knapper aus. Die Einzelheiten über das Startrecht für Russland 2018 muss nun die Europäische Fußball-Union (UEFA) abklären. Der Europa-Verband ist nun die Konföderation mit den meisten Mitgliedern (55) vor dem afrikanischen Kontinentalverband CAF (53).

Schweiz befürchtet Abgang der Leistungsträger

In den Qualifikations-Gruppen H und I spielen bislang nur jeweils fünf Mannschaften (statt sechs). Allerdings stehen sowohl in der Gruppe H (Bosnien und Herzegowina, Griechenland und Zypern) als auch in der Gruppe I (Ukraine) Nationen, die die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen.

Der kleine Staat war jüngst - allerdings denkbar knapp - bereits als Mitglied in die UEFA aufgenommen worden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte beim Kongress in Budapest wie 27 andere UEFA-Nationen dafür gestimmt, 24 waren bei zwei ungültigen Stimmen dagegen. Zuvor hatten sich Serbien und die Schweiz klar gegen eine Aufnahme positioniert. Die Eidgenossen fürchten den Abgang zahlreicher Leistungsträger mit kosovarischen Wurzeln wie Borussia Mönchengladbachs Granit Xhaka und Ex-Bayern-Profi Xherdan Shaqiri.

Gibraltar, seit Mai 2013 UEFA-Mitglied, hatte vor dem

Internationalen Sportgerichtshof CAS ein Schnellverfahren zur Aufnahme erstritten

, nachdem ein vorheriger Antrag des kleinen Staates im September 2014 vom damaligen FIFA-Exekutivkomitee abgelehnt worden war.

sw (dpa, sid)

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