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Sport-News

FIFA kündigt Katar-Stellungnahme an

Ging bei der WM-Vergabe alles mit rechten Dingen zu? Eine Frage, die sich viele Fußball-Fans stellen. Am Donnerstag könnte die Stellungnahme des FIFA-Ethikrichters eine Antwort geben.

Die unendliche Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar geht weiter. Noch nie in der Geschichte des Fußball-Festes ist derart kontrovers über einen Ausrichter gestritten worden wie über den kleinen, aber reichen Wüstenstaat Katar. Nun könnte nach zahlreichen Verdächtigungen, Anschuldigungen,

Termindiskussionen

und nicht zuletzt

toten WM-Bauarbeitern

ein weiteres Kapitel zur Geschichte Katar und die WM hinzu kommen: Am Donnerstag veröffentlicht die FIFA die Stellungnahme ihres Ethikrichters Hans-Joachim Eckert zur Untersuchung der umstrittenen Doppel-Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 an Russland und Katar. Das gab der Fußball-Weltverband am Mittwochabend bekannt.

Korruption bei WM-Vergabe?

Die Ausrichter der Turniere 2018 und 2022 stehen unter dem Verdacht, den WM-Zuschlag durch unlautere Mittel bekommen zu haben. Auch die Rolle der 24 Mitglieder des Exekutivkomitees, die im Dezember 2010 die umstrittenen Entscheidungen getroffen haben, waren Gegenstand der Untersuchungen des US-Ermittlers Michael Garcia. Außerdem wurde das Vorgehen anderer Bewerber wie England, Australien und USA untersucht. Über Inhalte des Berichts machte die FIFA vorab keinerlei Angaben.

FIFA-Ermittler Michael Garcia (Foto: dpa)

FIFA-Ermittler Michael Garcia:

Die FIFA-Ethikkommission war nach anhaltenden Korruptionsvorwürfen aktiv geworden. Zwischenzeitlich war sogar eine Neu-Vergabe der Weltmeisterschaften nicht ausgeschlossen worden. Experten sehen derzeit allerdings keine Anzeichen für gravierende Konsequenzen für Russland oder Katar. Besonders das Emirat steht seit Jahren in der Kritik. Bei der Abstimmung hatte sich Katar trotz schlechter Noten der Bewerbungsunterlagen mit 14:8-Stimmen gegen die USA durchgesetzt. Inwiefern einzelne Exekutivkomitee-Mitglieder Sanktionen befürchten müssen, ist offen.

Garcia-Bericht blieb bislang unveröffentlicht

FIFA-Chefermittler Garcia hatte seine Untersuchungen immer wieder zeitlich ausgeweitet und schließlich seinen rund 350 Seiten umfassenden Bericht der ermittelnden Ethikkammer im September bei Eckert übergeben. Anschließend war eine Kontroverse entbrannt, ob der Report des Amerikaners publiziert werden soll. Dies lehnt die FIFA bislang unter Berufung auf ihren Ethikkodex ab. Die Stellungnahme von Eckert soll hingegen auf der FIFA-Homepage publiziert werden.

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