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Sport-News

FIFA fordert weiteren WM-Test in Sao Paulo

Der Fußball-Weltverband möchte sichergehen und die Arena, in der das WM-Eröffnungsspiel stattfindet, noch einmal unter Wettkampfbedingungen testen. Dazu wird sogar der Liga-Spielplan verändert.

Auf Wunsch des Fußball-Weltverbandes FIFA wird das WM-Stadion in Sao Paulo vor dem Auftakt der Weltmeisterschaft am 12. Juni noch einmal einem Kompletttest unterzogen. Dazu stellte der brasilianische Verband CBF sogar den Spielkalender der ersten Liga um. Nach einem Heimrecht-Tausch wird die Partie zwischen dem SC Corinthians und Botafogo Rio de Janeiro am 1. Juni zum ultimativen Testlauf für das WM-Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien.

"Für uns ist es fundamental, dass alle Einrichtungen unter totalen Spielbedingungen getestet werden, inklusive der Zusatztribünen und angrenzenden Anlagen", schrieb FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke auf Twitter. Eigentlich war die Partie Corinthians gegen Cruzeiro vom 28. auf den 29. Mai und vom Caninde-Stadion ins WM-Stadion "Itaquerao" verlegt worden. Das Spiel findet nun aber wieder am eigentlich vorgesehenen Tag und Ort statt.

"Die Entscheidung, einen Test am Sonntag anstatt an einem Wochentag durchzuführen, wurde auf Bitten der lokalen Behörden getroffen, um die Auswirkungen auf die operationale Routine in der Stadt zu minimieren", heißt es in einem Kommunique der FIFA. Anstoßzeit ist um 16 Uhr. Beim ersten Testlauf am vergangenen Sonntag (18.05.2014) waren die Zusatztribünen noch nicht freigegeben worden, sodass die für die WM-Spiele 66.000 Zuschauer fassende Arena mit rund 36.000 Fans nur gut zur Hälfte gefüllt war.

Rebelo verteidigt hohe Kosten

Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo (Foto: dpa)

Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo

Unterdessen hat Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo die Medien erneut wegen - nach seiner Ansicht - zu negativer Berichterstattung über das WM-Gastgeberland kritisiert. "Hier in Brasilien macht ein Teil der Medien eine Kampagne gegen die WM", sagte Rebelo in einem TV-Interview. Auch auf internationaler Ebene sehe er Tendenzen gegen die Fußball-WM. Es gebe in einigen Teilen der Welt ein Unbehagen im Hinblick auf den Positionen, die Brasilien in internationalen Foren einnehme. "Es ist, als ob man sagte, dass Brasilien einen Platz besetzen will, der ihm nicht zusteht und dass es auf seinen Platz zurückkehren muss."

Gleichzeitig verteidigte Rebelo die höheren Kosten der WM in Brasilien im Vergleich zu früheren Turnieren: "Deutschland brauchte nicht soviel auszugeben, weil es schon fertige Strukturen hatte. Südafrika gab nicht so viel aus, weil es nicht konnte." Durch die WM würden 3,6 Millionen Arbeitsplätze geschaffen und jeder öffentlich investierte brasilianische Real bringe zusätzlich 3,4 Real an Privatinvestitionen. Nach offiziellen Angaben werden für die WM insgesamt 26,5 Milliarden Reais (8,7 Milliarden Euro) investiert.

asz (sid, dpa)

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