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Sport

FIFA-Ethiker Damiani tritt zurück

Der Uruguayer soll laut "Panama Papers" Verwalter von Firmen sein, über die womöglich FIFA-Leute bestochen wurden. Derweil eröffnet die FIFA-Ethikkomission ein Verfahren gegen einen Spielervermittler.

Pedro Damiani hat nach den jüngsten Vorwürfen gegen seine Person als Mitglied des FIFA-Ethikkomitees sein Amt niedergelegt. Das berichten die Süddeutsche Zeitung und die Deutsche Presse-Agentur (DPA), die sich auf FIFA-Kreise berufen.

Damiani war laut Angaben in den sogenannten "Panama Papers" Verwalter von Firmen, über die womöglich FIFA-Offizielle bestochen wurden. Aufgrund mutmaßlicher Geschäftsverbindungen zwischen dem 57 Jahre alten Anwalt aus Uruguay und seinem im Korruptionsskandal geständigen Landsmann Eugenio Figueredo hatte die Ethikkommission zu Wochenbeginn interne Vorermittlungen gegen Damiani eingeleitet.

Als Rechtsanwalt auf Offshore-Firmen spezialisiert

Am Sonntagabend hatten die Süddeutsche Zeitung und ihre Medienpartner über Damianis Offshore-Geschäfte berichtet und dessen Beziehungen zu Funktionären und Sportvermarktern, die im Korruptionssumpf stecken, offengelegt. Als Rechtsanwalt hatte sich Damiani unter anderem auf Offshore-Firmen spezialisiert. Seine Kanzlei in Uruguays Hauptstadt Montevideo war einer der wichtigeren Kunden von Mossack Fonseca - so taucht der FIFA-Ethikkommissar in den "Panama Papers" auf. Dabei kamen rund 400 Briefkastenfirmen zum Vorschein, welche von der Kanzlei J.P. Damiani betreut wurden.

Seit Gründung der FIFA-Ethikkommission im Oktober 2006 war Damiani Teil des Gremiums. Der Präsident des Fußballklubs Atlético Pebarol Montevideo hat nach SZ-Informationen bereits am Dienstag seinen sofortigen Rücktritt eingereicht. Eine offizielle Bestätigung durch den Weltverband steht noch aus.

Verfahren gegen Miguel Trujillo

Dagegen gab die FIFA am Mittwoch bekannt, dass die Untersuchungskammer der Ethikkommission ein offizielles Verfahren gegen den kolumbianischen Spielervermittler Miguel Trujillo eröffnet hat. Trujillo werden Verstöße gegen den Ethik-Code vorgeworfen, zudem soll er mehrere Funktionäre bestochen haben. Der 65-Jährige hatte im März seine Schuld vor dem Bundesgericht in New York eingestanden.

sw (dpa, sid)

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