1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

FIFA ermittelt gegen Calhanoglu

Wegen eines angeblichen Vorvertrags beim türkischen Verein Trabzonspor gerät Leverkusens Hakan Calhanoglu ins Visier der FIFA. Möglicherweise hat der Türke gegen Vertragsrecht verstoßen und muss mit einer Sperre rechnen.

Der türkische Fußball-Erstligist Trabzonspor wirft Nationalspieler Hakan Calhanoglu vom Bundesliga-Klub Bayer 04 Leverkusen Vertragsbruch vor. Der Weltverband FIFA hat mittlerweile Ermittlungen gegen den 22 Jahre alten Mittelfeldspieler aufgenommen. Laut Bayer hat Calhanoglu im Jahre 2011, "als er 17 und damit noch minderjährig war" einen Vertrag bei Trabzonspor unterschrieben, "der vorsah, dass er ab der Saison 2012/2013 für Trabzonspor spielen soll".

Der Wechsel kam allerdings nicht zustande, laut Bayer "vor allem, weil es nicht zu der erforderlichen Einigung zwischen Hakans damaligem Verein, dem Karlsruher SC, und Trabzonspor kam". Laut Medienberichten soll damals eine Summe von jeweils 100.000 Euro an den Spieler und seinen Berater geflossen sein. Nach Angaben der türkischen Zeitung "Sabah" wurde in dem Kontrakt auch eine Konventionalstrafe von einer Million Euro verankert, sollte Calhanoglu bei einem anderen Klub unterschreiben.

Calhanoglu spielberechtigt, Sperre möglich

Beim KSC war Calhanoglu 2012 zu den Profis aufgestiegen, ehe er zum Hamburger SV wechselte und gleich wieder nach Karlsruhe verliehen wurde. 2014 wechselte der Freistoß-Spezialist schließlich nach Leverkusen. Für die Werkself, die am Donnerstagabend im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen den FC Villarreal antritt, darf Calhanoglu aber trotz der laufenden Ermittlungen des Weltverbandes weiter auflaufen.

"Das Verfahren wird voraussichtlich noch mehrere Monate andauern. Hakan Calhanoglu ist weiterhin uneingeschränkt spielberechtigt", teilte Bayer 04 mit. Der Klub bestätigte auf seiner Internetseite die FIFA-Untersuchungen. Ob die Ermittlungen doch noch eine Sperre für Calhanoglu nach sich ziehen, ist offen.

asz/ck (dpa, sid)

Die Redaktion empfiehlt