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Aktuell Welt

FIFA-Chefaufseher Scala tritt aus Protest zurück

FIFA-"Chefaufseher" Domenico Scala ist aus Protest gegen eine Entscheidung des Kongresses von seinem Posten zurückgetreten und hat damit dem Reformprozess des Fußball-Weltverbands einen herben Dämpfer verpasst.

"Ich bin konsterniert", sagte der Schweizer, der die bedeutende, weil unabhängige Audit- und Compliance-Kommission geleitet hatte: "Diese Entscheidung untergräbt die zentrale Säule der Good Governance in der FIFA und zerstört einen substantiellen Erfolg der Reformen."

Der Kongress in Mexiko-Stadt hatte am Freitag dem FIFA-Council per Abstimmung die Erlaubnis gegeben, bis 2017 selbst die Ernennung und Abberufung der Mitglieder der unabhängigen Kommissionen durchzuführen. "Die Gremien werden damit faktisch ihrer Unabhängigkeit beraubt und drohen zu Erfüllungsgehilfen derjenigen zu werden, die sie eigentlich überwachen sollten", schrieb Scala in seiner Rücktrittserklärung.

Rückschlag für FIFA-Chef

Die nach vielen Skandalen um Reputation kämpfende FIFA verliert damit den Architekten ihrer Reformagenda. Für den neuen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino ist der Rücktritt Scalas eine empfindliche Schlappe. Der Schweizer Scala der im Frühjahr 2015, nach den Verhaftungen von Zürich, ein umfassendes Reformpaket für die FIFA vorgestellt hatte, meinte, sein "Rücktritt soll auch ein Weckruf sein und den Beteiligten, die sich bis heute aufrichtig für die Umsetzung der Reformen eingesetzt haben, den Rücken stärken".

wl/hf (dpa, sid)