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Sport-News

FIFA: Blatter und Platini bleiben gesperrt

Rückschlag für den scheidenden FIFA-Boss und den Präsidenten der UEFA: Joseph Blatter und Michel Platini bleiben für 90 Tage suspendiert. Platinis Teilnahme an der Wahl zum FIFA-Präsidenten bleibt damit fraglich.

Die Sperren gegen den suspendierten FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter und den ebenfalls suspendierten UEFA-Präsidenten Michel Platini bleiben bestehen. Das teilte der Fußball-Weltverband am Mittwoch mit. Die zuständige Berufungskommission unter der Leitung von Larry Mussenden aus Bermuda lehnte die Einsprüche der beiden Funktionäre ab und bestätigte die Entscheidung der FIFA-Ethikkommission.

"Die FIFA-Berufungskommission hat die von Joseph S. Blatter und Michel Platini eingereichten Einsprüche in Gänze abgelehnt", hieß es in der Erklärung der FIFA. Der Weltverband stellte aber klar, dass das Verfahren der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission noch nicht abgeschlossen sei - vorläufige Sperren könnten demnach weiter "bestätigt, widerrufen oder abgeändert" werden.

Platinis Anwalt kündigte kurze Zeit später an, sein Mandant werde vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Entscheidung der FIFA klagen. Platini trifft die Suspendierung härter als Blatter. Der Franzose muss weiter darauf warten, zur Wahl des neuen FIFA-Präsidenten am 16. Februar zugelassen zu werden. Die FIFA organisiere eine vorsätzliche und unzulässige Strategie, um Platinis Kandidatur für die Präsidentschaft zu verzögern, so dessen Anwälte.

Fünf Bewerber

haben bislang den obligatorischen Integritätscheck bestanden. Platini war aufgrund seiner Sperre nicht geprüft worden. Als Kandidat nachrücken kann er aber nur, wenn er nicht mehr suspendiert ist. Sollte seine Sperre nicht verlängert werden, wäre das ab Anfang Januar der Fall.

Blatter und Platini waren am 8. Oktober

provisorisch für 90 Tage gesperrt

worden. Beiden wird unter anderem eine dubiose Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken vorgeworfen. Blatter soll Platini damit für Beratertätigkeiten im Zeitraum von 1998 bis 2002 bezahlt haben. Allerdings tauchte die Summe in den Büchern des Weltverbandes jahrelang nicht auf. Erst 2011 wurde das Geld überwiesen.

asz/to (dpa, sid)

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