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Kultur

Fiese Wecker und seltsame Prothesen - Ig-Nobelpreise 2005

Für den Einblick ins Gehirn einer Heuschrecke, für Hundehoden-Prothesen und für einen davonrollenden Wecker haben Forscher die Ig-Nobelpreise 2005 erhalten. Diese Auszeichnungen für "Forschungen, die nicht wiederholt werden können oder besser nicht wiederholt werden sollten", wurden am Donnerstag (6.10.2005, Ortszeit) an der Harvard Universität in Cambridge (US-Staat Massachusetts) überreicht.

Der Ig-Friedenspreis geht an britische Forscher, die elektrische Signale im Gehirn einer Heuschrecke aufgenommen haben, während diese ausgesuchte Höhepunkte des Films "Star Wars" (Krieg der Sterne) schaute. Für seine Hundehoden-Prothesen erhält der US-Forscher Gregg A. Miller den Medizinpreis. Die so genannten Neuticles dienen als Ersatz für herausoperierte Hoden und seien in drei Größen und Dichten zu haben. Nach Firmen-Angaben haben schon mehr als 100 000 kastrierte Haustiere diesen Hodenersatz erhalten. Er sei auch für Pferde und Katzen geeignet.

Den Ig-Wirtschaftspreis bekommen Forscher für einen Wecker, der nach einem Druck auf die Schlummertaste wegrollt, sich versteckt und dann weiter klingelt. Dabei sucht sich der Prototyp "Clocky" täglich ein neues Versteck. Das Gerät vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) garantiere, dass auch der letzte Morgenmuffel tatsächlich aufstehe.

Können Menschen in Wasser oder in Sirup schneller schwimmen? Das fragten sich zwei US-Forscher und erhalten dafür den Ig-Chemie-Nobelpreis. Alle Arbeiten existieren tatsächlich und sind zum Teil in Fachjournalen veröffentlicht. Das englische Wort "ignoble" bedeutet zwar in etwa "unwürdig", dennoch ist diese Verleihung keine Schande. Jedes Jahr kommen fast alle Geehrten zur Verleihung, und sie erhalten ihre Preise dort auch von echten Nobelpreisträgern. (Internetsite zu den Ig-Nobelpreisen: www.improb.com/ig/ig-top.html)