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Wirtschaft

Feuerwerk der Autoindustrie

Auf der 60. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA), die am Donnerstag (11.9.) ihre Tore öffnete, erwartet die Besucher eine noch nie da gewesene Zahl an Weltpremieren. Ein Überblick über die wichtigsten Neuheiten.

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IAA 2003: Viele Autos - und noch mehr Optimismus

Frankfurt am Main, die deutsche Finanzmetropole ist im Autofieber. Es hebt sich der Vorhang für die spektakulärste Autoshow des Jahres. Die rund 1000 Aussteller aus 42 Ländern zeigen 125 Weltneuheiten, davon 60 Autos, die noch nie vorher zu sehen waren. Mit diesem Feuerwerk an Neuheiten will die Branche die Konjunkturwende schaffen.

Zu sehen ist alles, was das automobile Herz begehrt: Träume aus Chrom, Blech, Aluminium oder gleich Carbonfaser; vom unbezahlbaren Traumwagen bis zum 8000-Euro-Alltagsauto – die Hersteller erfüllen jeden Wunsch.

Ziel: Lust aufs Auto

Klotzen statt Kleckern ist auf der IAA 2003 (11. bis 21. September) die Devise: Aufwändig gedrehte Werbespots, tolle Shows rund um die neuen Wagen, all das soll den Besuchern Lust auf ein neues Auto machen. Und zum Träumen verleiten – wie der nagelneue Hochleistungs-Sportwagen SLR McLaren, ein Formel-1-Bolide für die Strasse mit 626 PS. Der Rohbau des Fahrzeugs besteht aus insgesamt circa 60 Teilen, davon sind 95 Prozent aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff, der eine enorme Steifigkeit liefert. Die ist auch nötig bei einer möglichen Spitzengeschwindigkeit von 334 Kilometern pro Stunde. Von Null auf 300 in 28 Sekunden - wer sich diesen Traum erfüllen will, muss allerdings 375.000 Euro übrig haben – ohne Mehrwertsteuer.

Duell um die Geldbeutel

Das Duell um den kleineren Geldbeutel liefern sich hier in Frankfurt zwei alte Rivalen: Der VW Golf und der Opel Astra. Beide feiern hier Weltpremiere. Hans Demant, Vorstandsmitglied bei Opel, verweist nicht ohne Stolz auf "eine komplett neue Technologie, die wir entwickelt haben". So habe man das Fahrzeug unter anderem mit Systemen ausgestattet, die sonst nur in höherwertigen Fahrzeugen zu finden seien. Zum Beispiel ist in der Sportversion ein adaptives Achs- und Dämpfersystem eingebaut, das auch mit anderen Komponenten des Fahrzeuges wie zum Beispiel dem Fahrpedal oder mit der Lenkung kommunizieren könne. "Damit haben wir einen völlig neuen Freiheitsgrad in der Fahrzeugabstimmung gefunden", sagt der Opel-Entwicklungschef.

Spritsparend und agil

Ähnlich klingt das bei der Konkurrenz aus Wolfsburg. Volkswagen setzt zwar auf ein konservativeres Design beim Golf, unter der Haube allerdings steckt auch viel Neues. Auch die Wolfsburger setzen auf eine völlig neuartige Achskonstruktion vorne wie hinten. Zudem hat der Golf der fünften Generation eine neue Lenkung, die nicht mehr hydraulisch funktioniert sondern elektromechanisch. "Das spart Sprit und macht das Auto agiler", so Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder gegenüber der Deutschen Welle.

Zu haben ist der neue Golf ab 15.000 Euro. Mehr als 72.000 Euro muss zahlen, wer den neuen BMW der Sechser-Reihe haben will. Die Bayern kehren damit zurück ins Coupé-Segment. Michael Stahmer, der "Vater" des neuen Wagens hebt den aufwändigen Materialmix hervor. Der ganze Vorderbau ist aus Aluminium. Die Heckklappe ist aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff – um das extravagante Design umsetzen zu können, was mit einer Klappe aus Blech gar nicht möglich gewesen wäre. Auch die Türen sind aus Aluminium, um das Gewicht zu reduzieren, "aber natürlich ohne Einschränkung beim Crashverhalten oder der Festigkeit der Türen", wie der BMW-Manager betont.

Die Ausfahrt zum Konjunkturhoch?

Zu sehen sind auf der IAA aber auch neueste Trends in Sachen Sicherheit und Benzinverbrauch, dazu das große Thema Partikelfilter bei Dieselmotoren. Ein Feuerwerk an Neuigkeiten, das die Hersteller hier in Frankfurt zünden. Mit den vielen neuen Modellen soll die unter Absatzeinbußen leidende Autobranche die Ausfahrt zum Konjunkturhoch finden – wenn die Leute bereit sind, die neuen Autos auch wirklich zu kaufen.

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