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Italien

Feuerwehr zieht drei lebende Kinder aus verschüttetem Hotel

Im Wettrennen gegen die Zeit haben die Rettungskräfte einen weiteren Erfolg erzielt. Aus dem verschütteten Hotel in den italienischen Abruzzen zogen Feuerwehrleute drei weitere Kinder lebend heraus.

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Mindestens sechs Menschen gerettet

Aus dem von einer Lawine verschütteten Hotel in den italienischen Abruzzen sind drei weitere Kinder gerettet worden. Die Kinder wurden am Freitag aus dem Hotel "Rigopiano" geborgen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Zuvor waren eine Frau und ihr Sohn gerettet worden. Damit sind nun alle vier Kinder gerettet, die sich nach Behördenangaben zum Unglückszeitpunkt in dem Hotel aufhielten. Die Rettungsarbeiten gingen weiter, sagte Feuerwehrsprecher Luca Cari.

Italien Hotel Rigopiano Rettunsgarbeiten nach Lawine (Reuters/Vigili del Fuoco/Handout)

Feuerwehrleute bringen einen Überlebenden in Sicherheit

Nach offiziellen Angaben haben mindestens neun Menschen das schwere Unglück überlebt. Medien sprachen sogar von zehn Überlebenden. Die Suchmaßnahmen gingen auch am Abend in Farindola weiter, hieß es bei der Feuerwehr. Seit Freitagvormittag hatten die Einsatzkräfte nach und nach mehrere Menschen aus dem Hotel geborgen. Dutzende wurden am Abend aber weiterhin vermisst. 

Die Lawine war am späten Mittwochnachmittag durch eine Serie von Erdbeben ausgelöst worden und hatte das dreistöckige Viersterne-Hotel unter Schneemassen begraben. Das "Rigopiano" liegt einsam in 1200 Metern Höhe am Hang des Gran Sasso-Berges. Nach Angaben des Hoteldirektors waren bis zu 35 Menschen in dem Gebäude in 1200 Metern Höhe. Bereits am Donnerstag waren zwei Todesopfer geborgen worden.

Stimmen gehört

Nach Angaben des Koordinators des Rettungseinsatzes, Roberto Carminucci, könnten noch weitere Verschüttete das Unglück überlebt haben. Am Unglücksort seien Stimmen gehört worden, sagt er der Nachrichtenagentur AFP. Es sei aber unklar, um wie viele Verschüttete es sich handele und in welchem Zustand sie sich befänden. Die Nachrichtenagentur Ansa meldete, unter den Trümmern seien fünf überlebende Personen gesichtet worden. Die Retter hätten noch nicht zu ihnen vordringen können. "Solange es noch Hoffnungen gibt, Überlebende zu finden, bleiben wir da", sagte Armee-Major Nicola Cappozolo noch am Morgen.

Rettungsfahrzeug in meterhohem Schnee (picture-alliance/abaca)

Schwieriges Durchkommen für die Rettungskräfte

Hier sind Personen, die am Rande des Möglichen arbeiten", sagte Bürgermeister Ilario Lacchetta laut Nachrichtenagentur Ansa. Rund 135 Mann waren bei Minustemperaturen an dem Hotel im Einsatz. Die Lawinenwarnstufe stand weiter bei vier von fünf. In den Abruzzen hatte es seit Tagen geschneit, der Schnee lag bereits meterhoch. Auf den Straßen war kein Durchkommen. Zum Wochenende soll sich das Wetter wieder etwas bessern.

fab/uh/kle (afp, dpa)

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