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Frankreich

Feuerwalze in Frankreichs Süden schwer zu stoppen

Bei den heftigen Waldbränden in Südfrankreich und auf Korsika sind inzwischen mehr als 3000 Hektar Vegetation zerstört worden. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen die durch starke Winde weiter angefachten Feuer.

Ein Löschflugzeug in der Region von Carros in der Nähe von Nizza (Foto: picture-alliance/maxppp/F. Fernandes)

Ein Löschflugzeug in der Region von Carros in der Nähe von Nizza

Zudem sind 19 Löschflugzeuge im Einsatz, Frankreich bat die EU unterdessen um zwei weitere Flieger. Vier Feuerwehrleute und 15 Polizisten erlitten leichte Verletzungen oder Rauchvergiftungen. Besonders kritisch ist die Lage im südostfranzösischen Département Var. Dort wüteten zwei Waldbrände, einer davon bei La Croix-Valmer nahe dem berühmten Badeort Saint-Tropez. Laut örtlicher Präfektur brannten dort fünf Quadratkilometer Wald.

Touristen beobachten die Brände in La Croix-Valmer nahe Saint-Tropeze in Südfrankreich (Foto: picture-alliance/dpa/Dadaezm)

Urlaubserlebnis der besonderen Art: Touristen beobachten die Brände in La Croix-Valmer nahe Saint-Tropez

Das Gebiet sei nur schwer zugänglich, zugleich gebe es in der Gegend viele Häuser, sagte Präfekt Stéphane Bouillon. "Der Brand ist extrem heftig und schwer einzudämmen."

Auch die Mittelmeerinsel Korsika war von den Bränden betroffen. Bei Biguglia an der Nordostküste mussten zahlreiche Einwohner in Sicherheit gebracht werden. Mindestens zehn Autos brannten aus, ein Sägewerk brannte nieder.

"Das ist apokalyptisch"

"Das ist apokalyptisch", sagte ein Anwohner. Laut einer vorläufigen Bilanz von Bouillon wurden auf Korsika 18 Quadratkilometer Vegetation zerstört. Im Département Var waren es 700 Hektar, im benachbarten Département Vaucluse 800 Hektar. Hier war die Umgebung des Ortes Bastidonne nördlich von Aix-en-Provence betroffen. Bewohner mussten rund 100 Häuser verlassen, 450 Feuerwehrleute waren im Dauereinsatz. Dieser Waldbrand ist inzwischen aber unter Kontrolle.

Nicht mehr zu retten: Brennende Autos in Carros (Foto: picture-alliance/maxppp/F. Fernandes)

Nicht mehr zu retten: Brennende Autos in Carros

"Ganz Frankreich ist mobilisiert"

Die große Trockenheit und die starken Winde begünstigen die Ausbreitung der Waldbrände. Als Brandursache gelten Unachtsamkeit wie beispielsweise weggeworfene Zigarettenkippen, aber auch Brandstiftung.Insgesamt sollen mehr als 4000 Feuerwehrleute und Militärangehörige die Brände eindämmen. Aus mehreren Landesteilen kam Verstärkung, unter anderem aus dem Elsass. "Ganz Frankreich ist mobilisiert", sagte die Nummer zwei der französischen Feuerwehr, Grégory Allione. Das Innenministerium in Paris teilte mit, Frankreich habe auch EU-Partner um Unterstützung gebeten, doch Spanien, Portugal und Italien seien selbst mit Bränden konfrontiert.

sti/kle (afp, dpa)