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Europa

Feuer in Russland brennen weiter

Waldbrände nahe der größten Atomforschungsanlage Russlands in Sarow breiten sich weiter aus. Über 500 Feuer brennen im Russland, davon stuft das Katastrophenschutz-Ministerium 70 als besonders schwer ein.

Feuerwehrleute in Russland versuchen einen Steppenbrand zu löschen

Zehntausende russische Feuerwehrleute kämpfen gegen Waldbrände

Die Flammen wüten in einem Naturschutzgebiet nahe der atomaren Forschungsanlage Sarow, nicht aber auf dem Gelände selbst, teilte der Chef des örtlichen Kastastrophenschutzes mit. Rund 2600 Feuerwehrleute seien eingesetzt, um die Brände unter Kontrolle zu bekommen. Angaben dazu, ob die Atomanlage gefährdet sei, machte die Katastrophenschutz-Behörde nicht.

eine Baumaschine fällt Bäume in der Nähe von Sarow

Rund um die Atomlage Sarow werden präventiv Schneisen geschlagen

Etwas Erleichterung für Moskau

Der Smog in der russischen Hauptstadt Moskau hat nachgelassen. Nach Gewittern sind die Temperaturen, die bei 40 Grad lagen, etwas gesunken. Sie sollen am Wochenende aber auch über 30 Grad Celsius liegen. Sollte der Wind wieder drehen, könnten erneut Rauchschwaden von den nach wie vor brennenden Torfgebieten nach Moskau geweht werden, warnen Metereologen.

Russian President Dmitry Medvedev speaks with director of the Shoibulaksky pedigree breeding plant Magomed Tsimpayev, right, as they visit a field near the village of Maly Shaplak in Russia's eastern province, the Republic of Mary El, some 500 km (310 miles) southeast of Moscow, Monday, Aug. 9, 2010. (AP Photo/RIA-Novosti, Dmitry Astakhov, Presidential Press Service) Russland Smog Waldbrände Weizen Medwedew

In Hemdsärmeln: Präsident Medwedew (links) prüft den Weizen

Der russische Präsident Dmitri Medwedjew sagte nach Besuchen in betroffenen Regionen, etwa ein Viertel der russischen Getreideernte sei verloren. Viele landwirtschaftliche Betriebe stünden vor der Pleite. Russland hat ein Exportverbot für Getreide erlassen. Die USA haben Russland noch einmal die Überlassung von Löschflugzeugen angeboten. Russland verfügt im Moment nur über 23 eigene Löschflugzeuge und 13 Flugzeuge, die vom Ausland zur Verfügung gestellt wurden. Die totale Fläche der Brände beträgt rund 15 000 Hektar, verteilt auf mehrere tausend Quadratkilometer.

" Hitzschlag durfte es nicht geben"

Unterdessen bestätigen russische Ärzte Medienberichte, wonach Ihnen von Vorgesetzten verboten worden sei, die Todesursache "Hitzschlag" in Totenscheine zu schreiben. Diese Anordnungen seien mündlich erteilt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Offenbar sollen die tödlichen Folgen der ungewöhnlich langen Hitzewelle verschleiert werden.

Autor: Bernd Riegert (dpa, afp)
Redaktion: Gero Rueter

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