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Aktuell Europa

Feuer in Moskauer Kloster

Auf dem Gelände des zum Weltkulturerbe zählenden Neujungfrauenklosters in Moskau hat es gebrannt. Inzwischen ist das Feuer weitgehend unter Kontrolle. Personen kamen offenbar nicht zu Schaden.

In rund 35 Metern Höhe schlugen mächtige Flammen aus einem Glockenturm. Die Feuerwehr war mit mehr als 100 Einsatzkräften und zahlreichen Löschzügen im Einsatz. Starker Wind erschwerte die Arbeiten.

Am späten Abend hieß es, das Feuer sei weitgehend unter Kontrolle. Die Rettungskräfte täten alles, um ein Übergreifen der Flammen auf umstehende Gebäude zu verhindern, sagte Alexander Gawrilow vom Zivilschutzministerium.

Nonnen in Sicherheit

Die 26 Nonnen des Klosters Nowodewitschi seien nicht in Gefahr. Ersten Erkenntnissen zufolge war das Feuer im oberen Teil des Gebäudes ausgebrochen. Dort waren Restaurierungsarbeiten im Gang.

Nach Einschätzung von Experten gebe es Hoffnung, dass die Schäden geringer seien als befürchtet, sagte Vize-Kulturminister Grigori Pirumow. Es sehe so aus, als ob vor allem Baugerüste von den Flammen erfasst worden seien. Die Feuerwehrmänner hätten auch mehrere Gasflaschen entfernt.

Bekannter Prominenten-Friedhof

Der im 16. Jahrhundert gegründete Komplex mit den weißen Mauern war 2004 in die Unesco-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen worden. Berühmt sind etwa die Kathedrale der Gottesmutter von Smolensk und die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale.

Auch außerhalb Russlands bekannt ist der Friedhof des Klosters, auf dem Prominente wie der frühere Präsident Boris Jelzin oder der Schriftsteller Anton Tschechow liegen.

In Russland kommt es wegen Sicherheitsmängeln immer wieder zu Bränden. Erst Ende Januar waren beim Großbrand einer Bibliothek der russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau viele wertvolle Dokumente beschädigt oder zerstört worden. Vor wenigen Tagen starben beim Brand eines Einkaufszentrums in Kasan mindestens 17 Menschen.

gri/haz (dpa, afp)

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