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Kultur

Feuer in Kalifornien fast eingedämmt

Nur einer von drei Bränden ist noch außer Kontrolle. Bislang sind rund 100 Quadratkilometer Land und mehr als 1000 Häuser verbrannt. Ermittler vermuten, dass Brandstifter am Werk waren.

Hügel mit Feuer (16.11.2008, Quelle: AP)

Eine zerstörte Wohncontainer-Siedlung

Mädchen liegt auf Liege in einer großen Halle, andere Menschen im Hintergrund (16.11.2008, Quelle: AP)

Viele Menschen mussten in Notunterkünften übernachten

Dank nachlassender Winde haben die Feuerwehrleute in der Nacht zum Montag (17.11.2008) endlich Fortschritte bei der Eindämmung des Flammenmeeres in Südkalifornien gemacht. Nur einer von drei Großbränden, die am Wochenende Zehntausende Menschen in die Flucht geschlagen hatten, war östlich von Los Angeles noch außer Kontrolle. Die Feuer nahe Santa Barbara und Sylmar, einer Stadt am Nordrand von Los Angeles, waren weitgehend eingedämmt.

"Die Santa-Ana-Winde sind fast weg", sagte Feuerwehrchef Terry DeJournett der "Los Angeles Times". Jetzt könnten die Feuer leichter gelöscht werden.

Unterdessen gibt es Hinweise auf Brandstiftung: Die Ermittler vermuten, dass das verheerende Feuer in Santa Barbara "von Menschen verursacht wurde", sagte ein Behördensprecher dem US-Sender CNN.

Siedlung vollständig zerstört

Der Feuersturm hat im Süden Kaliforniens eine Schneise der Verwüstung hinterlassen: Mindestens 800 Häuser wurden zerstört, tausende Menschen mussten in Notunterkünften Zuflucht suchen.

Mit Genehmigung der Behörden sollten die Bewohner einer fast vollständig abgebrannten Wohnsiedlung in Sylmar am Montag erstmals in das Gebiet zurückkehren dürfen. Die Flammen hatten dort mehr als 600 Wohncontainer vernichtet. Polizisten durchkämmten die verkohlte Siedlung mit Spürhunden. Es seien glücklicherweise keine Leichen gefunden worden, hieß es.

Promis auf der Flucht

Löschflugzeug lässt rotes Löschmittel auf einen Hügel fallen (16.11.2008, Quelle: AP)

Löschflugzeuge waren unermüdlich im Einsatz

Ein Brand östlich von Los Angeles im Bezirk Orange County bedrohte am Sonntag mehr als 3000 Häuser. 20.000 Menschen folgten dem Aufruf der Feuerwehr, die betroffenen Ortschaften zu verlassen. Auch der Rapper Snoop Dogg und seine Familie brachten sich samt ihren Hunden in Sicherheit, berichtete die "Times". Am Abend durften einige Anwohner schon wieder in ihre Häuser zurückkehren. In der Region Santa Barbara lagen mehr als 200 Häuser in Schutt und Asche. Die Flammen zerstörten dort ein Kloster und zahlreiche Luxusvillen im Prominentenort Montecito.

Das Flammenmeer hatte sich seit Mitte vergangener Woche in rasendem Tempo ausgebreitet und dabei insgesamt eine Fläche von rund hundert Quadratkilometern rund um die Metropole Los Angeles verwüstet. Ein Dutzend Feuerwehrmänner wurden verletzt. Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte für die drei Brandgebiete den Notstand ausgerufen. Insgesamt kämpften 3700 Feuerwehrleute mit Bulldozern und Hubschraubern unermüdlich gegen die Flammen. 50.000 Menschen wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. (rri)

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