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Aktuell Amerika

Festnahmen nach Mord an Umweltaktivistin

Die Tat war international verurteilt worden: Vor zwei Monaten wurde die honduranische Umweltschützerin Berta Cáceres in ihrem Haus erschossen. Jetzt hat die Polizei mehrere Verdächtige gefasst.

Die insgesamt vier Männer seien bei Razzien in verschiedenen Städten in Honduras festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Tegucigalpa mit.

Berta Cáceres war am 3. März im Morgengrauen in ihrem Haus in La Esperanza von mindestens zwei Maskierten erschossen worden. Sie hatte sich seit Jahren für die Rechte der Lenca-Indianer eingesetzt und gegen Staudämme und Bergwerke in deren Siedlungsgebieten gekämpft.

Protest gegen Staudammprojekt

Örtlichen Medienberichten zufolge sind unter den Festgenommenen ein aktiver Soldat, ein Ex-Militär und ein Mitarbeiter des Energiekonzerns Desa. Das Unternehmen ist an dem Staudammprojekt Agua Zarca am Rio Gualcarque im Westen des Landes beteiligt, gegen das Cáceres als Koordinatorin einer Indigenen-Organisation protestiert hatte.

Proteste nach dem Tod der honduranischen Umweltaktivistin Berta Cáceres im März 2016 (Foto: Reuters/J. Cabrera)

Nach dem Tod von Berta Cáceres war es in Honduras zu massiven Protesten gekommen

Sie hatte darauf aufmerksam gemacht, dass durch den Stausee große landwirtschaftliche Flächen überschwemmt und hunderte Angehörige der Lenca-Ethnie vom Wasser abgeschnitten würden. An dem Projekt ist auch die deutsche Firma Voith aus dem baden-württembergischen Heidenheim an der Brenz beteiligt.

Cáceres war wegen ihres Engagements gegen den Staudamm wiederholt mit dem Tod bedroht worden. Angehörige und Kollegen der vierfachen Mutter machten den Desa-Konzern für den Mord an der Umweltschützerin verantwortlich.

gri/fw (afp, dpa)

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