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Aktuell Europa

Festnahmen nach Anschlagsserie auf Flughafen von Istanbul

Zwei Tage nach dem Terrorangriff auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen sucht die Polizei in mehreren Razzien nach den Tätern. Mittlerweile wurden 13 Personen festgenommen, darunter auch drei Ausländer.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu weiter berichtet, gab es an 16 verschiedenen Adressen zeitgleich Razzien. So habe es Polizeiaktionen in Istanbul und Izmir gegeben. In Izmir wurden der Agentur zufolge neun mutmaßliche Extremisten festgenommen, die Kontakte zu IS-Mitgliedern in Syrien gehabt haben sollen. Ihnen werde vorgeworfen, sie hätten den IS finanziell unterstützt, Mitglieder angeworben und logistische Unterstützung geleistet.

Die türkischen Behörden machen die

Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für die Anschlagsserie

verantwortlich, bei dem die drei Attentäter am Dienstag nach neusten Angaben 44 Menschen mit sich in den Tod rissen. Mindestens 239 Menschen wurden verletzt. Die Täter hatten im Flughafen Atatürk um sich geschossen und Bomben gezündet. Der IS bekannte sich bislang allerdings nicht zu der Tat.

Attentäter aus Usbekistan, Kirgistan und Dagestan

Bei den Selbstmordattentätern hat es sich um einen Usbeken, einen Kirgisen und einen russischen Staatsbürger gehandelt. Das wurde aus türkischen Regierungskreisen bestätigt. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, der russische Staatsbürger stamme aus der Region Dagestan. Die Regierung in Moskau bestätigte einen Attentäter mit russischer Staatsbürgerschaft zunächst nicht. "Wir haben keine Informationen über die mögliche Beteiligung eines russischen Staatsbürgers", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Usbekistan, Kirgistan und Dagestan sind überwiegend muslimisch und gehörten einst zur Sowjetunion. Zahlreiche Extremisten aus dem Kaukasus und aus Zentralasien haben sich dem IS in Syrien und im Irak angeschlossen. Es war bereits der vierte schwere Anschlag in Istanbul seit Jahresbeginn.

Das Attentat zu Beginn der Feriensaison in Europa dürfte die Krise der Tourismusbranche in der Türkei

noch verschärfen. Schon für den Mai war ein Einbruch der Besucherzahlen um 34,7 Prozent gemeldet worden, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

Aus Solidarität mit den Opfern erstrahlte das Brandenburger Tor in Berlin am Mittwochabend in den Farben der türkischen Flagge. Mit der Aktion zeige die deutsche Hauptstadt ihre Verbundenheit mit der Partnerstadt Istanbul, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.

mm/as (dpa, rtr, afp)

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