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Afrika

Festnahmen nach Anschlag in Kairo

Nach dem Sprengstoffanschlag in der ägyptischen Hauptstadt sind fünf Verdächtige festgenommen worden. Bei der Explosion waren am Sonntag eine 17-jährige Französin getötet und 25 Menschen verletzt worden.

Polizeisperre in Kairo (Foto: AP)

Polizei riegelt den Tatort ab

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden am Montag (23.02.2009) fünf Personen festgenommen. Dabei soll es sich um drei Männer und zwei voll verschleierte Frauen handeln, die sich alle zur fraglichen Zeit am Tatort aufgehalten hätten.

Bei dem Anschlag am Sonntag war eine 17 Jahre alte Französin getötet worden. Sie gehörte zu einer Reisegruppe aus Levallois-Perret nahe Paris

Von den insgesamt 25 Verletzten konnten nach Angaben von Medizinern inzwischen 20 die Klinik wieder verlassen, darunter auch ein Deutscher, der bei dem Anschlag leicht verletzt worden war. Bei den weiteren Verletzten handelte es sich zumeist um französische Teenager aus der Reisegruppe der getöteten Französin.

Explosion an beliebtem Touristen-Platz

Polizeiabsperrung am Khan-el-Khalili-Basar (Foto: dpa)

Kein Durchkommen mehr

Die Explosion hatte sich direkt vor einem Café im Khan-el-Khalili-Basar ereignet, der auch bei Touristen beliebt ist. Nach Regierungsangaben detonierte auf dem Hauptplatz des Basars nahe der Hussein-Moschee eine Bombe, die unter einer Bank deponiert war. Ein zweiter Sprengsatz wurde von der Polizei kontrolliert gezündet.

Auf dem Basar werden unter anderem Souvenirs und Schmuck verkauft. Das Gebiet war von der Polizei abgeriegelt worden, die nahegelegene Hussein-Moschee wurde evakuiert.

Es war das erste Mal seit drei Jahren, dass ausländische Touristen in Ägypten zum Ziel eines Anschlags wurden. Der Khan-el-Khalili-Basar war zuletzt im April 2005 Ziel eines Attentats. Damals starben drei Touristen. Ein Jahr später fielen 20 Menschen einem Attentat im Badeort Dahab auf der Sinai-Halbinsel zum Opfer. Darunter waren sechs Ausländer. Der schlimmste Anschlag auf ausländische Touristen in Ägypten geschah im November 1997, als in Luxor 62 Menschen getötet wurden, unter ihnen 58 Touristen, die überwiegend aus der Schweiz und Japan stammten. (gri)

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