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Politik

Festnahmen nach Anschlag im Jemen

Einen Tag nach dem Bombenanschlag auf die US-Botschaft im Jemen sind mindestens 25 Verdächtige festgenommen worden. Die Organisation Islamischer Dschihad im Jemen bezichtigte sich der Bluttat.

Ausgebrannte Autos vor US-Botschaft im Jemen nach Bombenanschlag (Foto: ap)

Ausgebrannte Autos vor US-Botschaft im Jemen nach Bombenanschlag

Einen Tag nach dem Anschlag auf die US-Botschaft im Jemen haben die Behörden 25 Verdächtige festgenommen. Dies war am Donnerstag (18.09.2008) nach Agenturberichten aus Geheimdienstkreisen in der Hauptstadt Sanaa zu erfahren. Damit seien alle Verdächtigen gefasst worden. Die Drahtzieher des Anschlags erklärten, sie gehörten dem Terrornetzwerks El Kaida an. Sie hatten die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen gefordert und mit Anschlägen auf weitere Botschaften wie die Großbritanniens, Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate gedroht.

Bei dem Anschlag in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa waren am Mittwoch (17.09.2008) 16 Menschen getötet worden - sechs Angreifer, sechs jemenitische Soldaten und vier Passanten. US-Bürger waren nicht unter den Opfern. Die Selbstmord-Attentäter hatten versucht, das stark gesicherte Tor zur Botschaft der USA mittels zweier mit Sprengstoff beladener Wagen zu durchbrechen.

Anschlag inakzeptabel

Die Vereinten Nationen verurteilten den Anschlag als inakzeptabel. US-Präsident George W. Bush erklärte, die Bluttat sei eine Erinnerung daran, dass sich Amerika noch immer im Krieg gegen Extremisten befinde. Das Auswärtige Amt in Berlin riet zu besonderer Vorsicht bei Reisen in den Jemen.

Zweiter Anschlag innerhalb eines halben Jahres

Erst im vergangenen März hatten Extremisten drei Mörsergranaten auf die US-Botschaft in Sanaa abgefeuert. Damals kam bei dem Anschlag ein jemenitischer Polizist ums Leben. Drei weitere Polizisten wurden verletzt. Die Granaten schlugen außerdem auch in einer benachbarten Mädchenschule ein. Zu der Tat bekannte sich eine Gruppe in Verbindung mit El-Kaida. Nach einem weiteren Angriff auf eine Wohnanlage im April hatte die US-Regierung bereits angeordnet, dass der Großteil ihrer Mitarbeiter das Land verlassen solle. (hp)