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Aktuell Asien

Festnahmen in Hongkong

Die Demokratiebewegung in Hongkong setzt sich seit Jahren gegen den Einfluss der chinesischen Regierung zur Wehr. Eine Entscheidung aus Peking treibt nun die Aktivisten auf die Straße.

In Hongkong wurden bei pro-demokratischen Protesten 22 Menschen festgenommen. Dies teilte die Polizei mit. Der Großteil der Demokratieaktivisten hatte vor dem Grand Hyatt Hotel im sogenannten Wan Chai Distrikt gegen den chinesischen Volkskongress-Abgeordneten Li Fei demonstriert. Dieser hatte zuvor in einer Rede den Entschluss der kommunistischen Führung bekräftigt, zu der Wahl des nächsten Hongkonger Verwaltungschefs lediglich China-treue Kandidaten zuzulassen. Nach Polizeiangaben hatten die Demonstranten vor Lis Hotel Absperrungen umgestürzt und Polizisten bedrängt. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um die Proteste aufzulösen.

Li Fei spricht und hebt gestikulierend die Hände

Der Abgeordnete Li Fei verteidigt bei einer Pressekonferenz in Hongkong die Entscheidung des Nationalen Volkskongresses

China bestimmt Verwaltungschef-Kandidaten

Bereits bei Lis Ankunft aus Peking kam es am Sonntag zu Protesten in der Stadt. Der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses in Peking hatte kurz zuvor verkündet, die Bewohner Hongkongs dürften im Jahr 2017 einen neuen Verwaltungschef wählen. Die Kandidaten für das Amt würden allerdings von einem

pekingtreuen Ausschuss

ausgewählt. Die Aktivisten riefen daraufhin zu Sitzstreiks im Finanzzentrum von Hongkong und zu einer "Ära des zivilen Ungehorsams" auf.

Autonomiestatus Hongkongs

Im Jahr 1997 endete die Kolonialherrschaft Großbritanniens über Hongkong. Die Staatshoheit hat seitdem die Volksrepublik China, gewährt Hongkong jedoch einen besonderen Autonomiestatus. Dieser beinhaltet Bürgerrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit, die auf dem chinesischen Festland teils massiv eingeschränkt sind.

nin/as (afp, rtr)

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