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Aktuell Nahost

Festnahmen im Libanon nach Anschlag

Bei einem Doppelanschlag in der libanesischen Hauptstadt Beirut waren am Donnerstag 44 Menschen getötet worden. Jetzt wurden neun Verdächtige festgenommen.

Bei den Festgenommenen handele sich um sieben Syrer und zwei Libanesen, teilte der libanesische Innenminister Nuhad al-Maschnuk mit. Einer von ihnen habe sich auch in die Luft sprengen wollen, bei einem weiteren handele es sich um einen Schleuser, der die Gruppe aus Syrien in den Libanon geschmuggelt habe.

Zwei Selbstmordattentäter hatten sich am Donnerstag im vor allem von Schiiten bewohnten Süden Beiruts in die Luft gesprengt, einer Hochburg der pro-iranischen, libanesischen Schiiten-Miliz Hisbollah. Dabei waren 44 Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich die vor allem in Syrien aktive sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Attentäter änderten ihr Ziel

"Das ganze Selbstmordattentäter-Netz und seine Unterstützer wurden festgenommen", sagte al-Maschnuk. Die Syrer seien in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Burdsch al-Baradschne sowie in einer Wohnung im östlichen Stadtteil Aschrafie festgenommen worden, in der auch die Sprengstoffgürtel angefertigt worden seien.

Nach Angaben des Innenministers hatten die Attentäter eigentlich eine von der Hisbollah betriebene große Klinik im Visier, änderten jedoch wegen der strikten Sicherheitsvorkehrungen ihr Ziel.

cr/djo (dpa, afp)