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Aktuell Amerika

Festnahme nach Schüssen auf Polizisten in Ferguson

Bei einer Demonstration vor der Polizeizentrale in der US-Kleinstadt Ferguson wurden am Mittwoch zwei Beamte angeschossen und schwer verletzt. Jetzt nahmen die Ermittler einen Verdächtigen fest.

Es werde gegen einen Mann aus der Gegend von Ferguson wegen Körperverletzung und illegalem Gebrauch von Schusswaffen ermittelt, teilte der Staatsanwalt von St. Louis County, Robert McCulloh, mit.

Der 20-Jährige werde verdächtigt, aus einem Auto heraus geschossen zu haben. Es sei möglich, dass er die Polizisten nicht habe treffen wollen, sondern jemand anderes. Zuvor habe er an den Protesten teilgenommen. Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus.

Polizisten wohlauf

Die Schüsse waren bei einer Demonstration am Mittwochabend aus vermutlich rund 100 Metern Entfernung abgegeben worden. Die beiden Polizisten im Alter von 32 und 41 Jahren wurden im Gesicht und an der Schulter getroffen, konnten das Krankenhaus aber bereits einen Tag später verlassen.

Im August vergangenen Jahres hatte ein weißer Polizist in der Vorstadt von St. Louis den unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown erschossen. Der Angriff auf die Polizisten sind eine dramatische Eskalation der Unruhen, die nach Browns Tod im August ausgebrochen waren.

Routinemäßige Schikane

Zwar entschied das US-Justizministerium, das Verfahren gegen den Polizisten einzustellen. Ein in der vergangenen Woche veröffentlichter Bericht des US-Justizministeriums bestätigte jedoch routinemäßige Schikane von Afroamerikanern durch die Polizei in der 21.000-Einwohner-Stadt. Der Bericht löste neue Proteste aus. Als Konsequenz aus dem Bericht kündigten der Polizeichef von Ferguson und der Verwaltungschef der Stadt ihren Rücktritt an.

cr/chr (rtr, dpa, afp, ap)