1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Amerika

Festnahme nach Massaker in Mexiko

Nach dem Massaker an 72 illegalen Einwanderern in Mexiko Ende August hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der mutmaßliche Menschenhändler wurde in Ecuador gefasst.

Luftaufnahme von dem Fundort der 72 Leichen(Foto: AP)

Fundort der 72 Leichen

Wie erst am Sonntag (05.06.2010) bekannt wurde, soll der Verdächtige bereits am Freitag (03.09.2010) der Polizei ins Netz gegangen sein. Er sei in seinem Haus in Biblián, rund 300 Kilometer südlich von Ecuadors Hauptstadt Quito, festgenommen worden, verlautete aus Polizeikreisen.

Die Polizei habe verdächtige Dokumente bei dem Mann gefunden. Darunter sei zum Beispiel eine Quittung über die Zahlung von 3.000 Dollar an eine Honduranerin gewesen, die einem Menschenhändlerin angehören soll. Das berichtet die Zeitung "El Comercio". Mindestens einen der getöteten Ecuadorianer soll der Tatverdächtige eingeschleust haben.

Mehr Überlebende als angenommen

Porträt von El Salvadors Staatschef Mauricio Funes (Foto: AP)

Mauricio Funes, Staatschef von El Salvador, hofft, die Täter fassen zu können

El Salvadors Staatschef Mauricio Funes teilte am Sonntag (05.09.2010) mit, dass auch eine Salvadorianerin das Massaker überlebt habe. Bei der Bluttat Ende August waren 58 Männer und 14 Frauen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich um illegale Einwanderer aus Honduras, El Salvador, Ecuador und Brasilien. Der bisher einzige namentlich bekannte Überlebende ist der 18-jährige Freddy Lala Pomavilla aus Ecuador. Er wurde im Gesicht verletzt und überlebte, weil er sich tot stellte. Laut seinen Aussagen hat auch eine schwangere Frau und deren Tochter überlebt.

Zudem soll eine Frau aus Honduras das Blutbad überlebt haben, teilten mexikanische Behörden mit. Demnach gibt es jetzt fünf Überlebende. El Salvadors Staatschef Mauricio Funes sagte, die Zeugenaussagen der Überlebenden können der "Schlüssel" zur Aufklärung des Verbrechens sein. Der Überlebende Freddy Lala Pomavilla hatte bereits ausgesagt, dass die Drogenbande "Los Zetas" für das Blutbad verantwortlich sei.

Autor: Marco Müller (afp)
Redaktion: Oliver Pieper

Die Redaktion empfiehlt