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Junger Israeli in U-Haft

Festnahme nach Drohungen gegen jüdische Zentren in USA

Eine Welle von Gewaltandrohungen gegen jüdische Einrichtungen hat Angst und Schrecken ausgelöst. Jetzt wurde in Israel ein Verdächtiger festgenommen.

Synagoge in New York (Getty Images/D. Angerer)

Synagoge in New York

Seit Jahresbeginn hat es in den USA immer wieder antisemitische Bombendrohungen gegen jüdische Einrichtungen, wie Schulen und Gemeindezentren gegeben. Es war jedes Mal falscher Alarm, aber die Juden und die Sicherheitskräfte reagierten aufs Höchste beunruhigt. Jetzt melden die Ermittlungsbehörden einen Fahndungserfolg.

In Israel nahm die Polizei einen 19-Jährigen fest, der nach Angaben der Ermittler in Verdacht steht, für die Gewaltdrohungen in den USA und in anderen westlichen Ländern verantwortlich zu sein. Der junge Mann jüdischen Glaubens habe sowohl die Staatsbürgerschaft Israels und der USA. Über das mögliche Motiv des Verdächtigen gebe es noch keine Erkenntnisse, so ein Sprecher.

Israelische Ermittler hätten mit Hilfe der US-Bundespolizei FBI Anrufe und Drohnachrichten an Synagogen und andere Gemeindehäuser zu dem Verdächtigen zurückverfolgen können. Der Mann hat nach Angaben der israelischen Polizei aufwendige Tarntechniken verwendet.

                                                    Weit über hundert Drohungen

Nach Angaben der Anti-Defamation League in den USA sind von Jahresbeginn bis Mitte März 140 Bombendrohungen gegen 110 jüdische Einrichtungen in 36 US-Bundesstaaten und zwei kanadischen Provinzen registriert worden, vornehmlich gegen Gemeindezentren. In einem Brief hatten alle 100 Senatoren im US-Kongress Präsident Donald Trump gedrängt, schnell Maßnahmen gegen die Gewaltandrohungen zu unternehmen. Die Behörden müssten jüdischen Einrichtungen bei der Verstärkung von Sicherheitsvorkehrungen beistehen und jüdische Institutionen über staatliche Hilfsmaßnahmen in Kenntnis setzen.

 Neben diesen Drohungen hatten auch zahlreiche Fälle von Schändung jüdischer Friedhöfe in den USA Sorgen wachsen lassen, dass es eine neue Welle eines aggressiven Antisemitismus geben könne.

wl/pg (dpa, rtre,ape)