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Aktuell Europa

Festnahme in Spanien nach Angriff auf jüdischen Supermarkt in Paris

Mehr als ein Jahr nach dem Überfall eines Islamisten auf einen jüdischen Supermarkt in Paris ist in Spanien ein mutmaßlicher Helfer des Attentäters festgenommen worden. Der Mann hat vermutlich die Waffen beschafft.

Der Franzose steht nach Angaben der spanischen Polizei im Verdacht, die Waffen für den Überfall im Januar 2015 geliefert zu haben, mit denen der Extremist Amedy Coulibaly seine Opfer erschossen hat. Er sei in dem Ort Rincon de la Victoria in der Nähe von Malaga an der spanischen Südküste gefasst worden, teilte das spanische Innenministerium mit.

Verbindungen nach Serbien?

Wie die spanische Nachrichtenagentur Efe unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete, stand der 27-Jährige, der der Polizei jetzt in Netz gegangen ist, in Kontakt mit Waffenschiebern aus Serbien. Diese könnten ihm Waffen beschafft haben.

Bei seiner Befragung durch einen spanischen Richter habe der mutmaßliche Terrorhelfer die Vorwürfe zurückgewiesen. Er akzeptierte zugleich aber seine Überstellung an die französischen Behörden. Gegen den mutmaßlichen Waffenbeschaffer liegt ein internationaler Haftbefehl vor.

Der Islamist Coulibaly hatte im Januar des vergangenen Jahres in Paris, wenige Tage nach dem Angriff auf die Redaktion des Satire-Magazins "Charlie Hebdo", in einem Supermarkt für koschere Lebensmittel vier Menschen getötet und mehrere Geiseln genommen. Bei der Erstürmung des Supermarkts durch die Polizei wurde er erschossen. Der Geiselnehmer soll einen Tag zuvor in Montrouge, südlich von Paris eine Polizistin getötet haben. Coulibaly hatte nach Erkenntnissen der Ermittler Verbindungen zu einem der mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter.

qu/uh (rtr ,dpa, afp)

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