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Asien

Festgenommen in Nordkorea

Wegen illegalen Grenzübertritts ist in Nordkorea ein US-Bürger in Gewahrsam genommen worden. Mit seiner Aktion wollte der Mann offenbar auf Menschenrechtsverletzungen in dem kommunistischen Land hinweisen.

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Robert Park (2. v.r.) im Kreis seiner Familie

Bereits am 24. Dezember soll der Mann über den gefrorenen Fluss Tumen von China aus nach Nordkorea gelangt sein. Das berichten südkoeranische Medien unter Berufung auf die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Zur Zeit werde er von den Behörden verhört.

Identität noch nicht offiziell geklärt

Einzelheiten zur Identität des Festgenommenen wurden bislang nicht genannt. Es wird aber vermutet, dass es sich um einen amerikanischen Missionar nordkoreanischer Abstammung handelt: Nach Angaben der Organisation Pax Koreana wollte der 28jährige Robert Park mit seiner Aktion vor allem Aufmerksamkeit erregen und öffentliches Interesse für das Schicksal der Menschen in dem international isolierten Land wecken.

Euna Lee und Laura Ling werden in Nordkorea festgehalten

Auch sie wurden in Nordkorea festgehalten: Euna Lee (l.) und Laura Ling

Botschaft an den Staatschef

Außerdem soll Park einen Brief an Kim Jong Il bei sich gehabt haben, in dem er den nordkoreanischen Machthaber zur Freilassung sämtlicher politischer Gefangenen sowie zum Rücktritt auffordert. Bereits im Frühjahr 2009 waren zwei US-Journalistinnen wegen illegalen Grenzübertritts festgenommen worden. Ein Gericht verurteilte Laura Ling und Euna Lee zu zwölf Jahren Arbeitslager. Die beiden Frauen kamen dann aber nach Vermittlungsbemühungen des früheren US-Präsidenten Bill Clinton wieder frei.

Autorin: Esther Broders (dpa/afp/apd)
Redaktion: Mathias Bölinger