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Sport

Fessel einziger Langlauf-Lichtblick

Nicole Fessel stürmt vorneweg, dahinter kommt wenig: Die deutschen Langläufer erleben in Oberstdorf einen enttäuschenden Auftakt der Tour de Ski. Nicht zu schlagen sind die deutschen Rodler am Königssee.

Während Lokalmatadorin Nicole Fessel bei der Tour de Ski in Oberstdorf mit zwei starken fünften Plätzen für zufriedene Gesichter bei den DSV-Frauen sorgte, waren die Männer erneut mehr oder weniger Totalausfälle. Am Sonntag konnte die Norwegerin Marit Björgen auch die zweite Etappe für sich entscheiden. In dem 10 Kilometer-Verfolgungsrennen im klassischen Stil setzte sie sich vor ihrer Teamkollegin Heidi Weng durch und baute nach ihrem Erfolg im Prolog am Vortag die Spitzenposition im Gesamtklassement aus. In Therese Johaug wurde eine weitere Norwegerin Dritte.

Fessel kam

wie beim Auftakt

als Fünfte ins Ziel, Denise Herrmann wurde 16. "Das waren tolle Ergebnisse", sagte Fessel, die bei ihrem fulminanten Auftritt fast vor der Haustür von zahlreichen Fans ins Ziel gebrüllt wurde: "Heute habe ich mich nicht so gut gefühlt wie am Samstag. Am Anfang war es schwierig, ich bin aber ruhig geblieben und habe mein Rennen gelaufen."

Tour-Aus für Nystad

Für Claudia Nystad ist die Tour de Ski unterdessen beendet. Sie war in der letzten Runde gestürzt und mit dem Kopf auf eine Eisplatte geschlagen. Sie trug eine Schürfwunde an der Schläfe davon und zog sich Prellungen am Oberarm zu. Die erfolgreichste deutsche Langläuferin, die ihre letzte Saison bestreitet, war kurzzeitig ohne Bewusstsein und wurde mit Verdacht auf eine leichte Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht.

Bei den Männern übernahm der Norweger Petter Northug nach der zweiten Etappe die Führung bei der Tour de Ski. Der 28-Jährige setzte sich im Sprint des 15 Kilometer langen Verfolgungsrennens im klassischen Stil knapp gegen den Kanadier Alex Harvey und den Schweden Calle Halfvarsson durch. Prolog-Sieger Dario Cologna aus der Schweiz wurde Sechster. Als bester Deutscher kam Hannes Dotzler als 22. ins Ziel. Die dritte Etappe findet am Dreikönigstag in Val Müstair in der Schweiz statt.

Rodler werden Favoritenrolle gerecht

Die deutschen Rennrodler Andi Langenhan (l.-r.), Felix Loch und der US-amerikanische Rodler Chris Mazdzer stehen beim Rodel-Weltcup am Königssee nach dem Rennen zusammen (Foto: Tobias Hase/dpa)

Großer Jubel: der Zweitplatzierte Andi Langenhan, Sieger Felix Loch und der Dritte Chris Mazdzer (l.-r.)

Weit erfolgreicher verlief das Wochenende für die deutschen Rodler. Olympiasieger Felix Loch gewann am Sonntag den Rodel-Weltcup am Königssee. Der 25-Jährige setzte sich vor seinem Teamkollegen Andi Langenhan und Chris Mazdzer aus den USA durch. Loch feierte nach einem durchwachsenen Dezember ohne Einzelsieg seinen 21. Erfolg im Weltcup. In der Gesamtwertung baute Loch seinen Vorsprung an der Spitze wieder aus.

Anschließend gewannen die deutschen Rodler auch die abschließende Teamstaffel in Königssee. Felix Loch, Natalie Geisenberger und die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt setzten sich vor den Teams aus den USA und Kanada durch und machten damit das Wochenende in Bayern mit dem vierten Sieg im vierten Rennen perfekt. Die vier Olympiasieger hatten

zuvor auch ihre Einzelstarts gewonnen.

DSV-Kombinierer verpassen Podest

Kombinierer Johannes Rydzek rutscht im Ziel erschöpft über den Schnee (Foto: Patrick Seeger/dpa)

Erschöpft im Ziel: Kombinierer Johannes Rydzek

Die deutschen Kombinierer verpassten beim Heim-Weltcup in Schonach die Podestplätze klar. Johannes Rydzek wurde am Sonntag nach einem Sprung und dem abschließenden 10-Kilometer-Lauf als bester Deutscher Achter. Für Tino Edelmann reichte es als zweitbestem Athleten des Deutschen Skiverbandes noch zu Position elf. Fabian Rießle, der körperlich nicht topfit war, wurde in der dritten Runde in der Loipe von Bundestrainer Hermann Weinbuch aus dem Rennen genommen. Den Sieg holte sich der Österreicher Lukas Klapfer. "Das war heute ein bisschen ernüchternd", resümierte Weinbuch mit Blick auf den

Sieg im Teamwettbewerb

am Vortag.

Slalom-Damen weiter in der Krise

Vier Wochen vor der alpinen Ski-WM in den USA sind die deutschen Slalom-Fahrerinnen außer Form. Beim Weltcup in Zagreb war Rang 21 von Barbara Wirth die beste Platzierung aus Sicht des Deutschen Skiverbandes. Lena Dürr wurde 22. Alle anderen DSV-Starterinnen waren im Finale der besten 30 nicht mehr dabei. Außer Viktoria Rebensburg, die im Slalom nicht startet, hat weiterhin keine Deutsche die verbandsinterne Qualifikationsnorm für die WM in Vail und Beaver Creek erfüllt. Rang eins ging an Mikaela Shiffrin. Die Olympiasiegerin aus den USA distanzierte Kathrin Zettel aus Österreich um 1,68 Sekunden. Dritte wurde Nina Löseth aus Norwegen.

ck/kd (dpa, sid)

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