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Sport-News

Ferrari-Präsident Montezemolo tritt zurück

Nach 23 Jahren an der Spitze des Sport- und Rennwagenbauers Ferrari gibt Luca di Montezemolo sein Amt im Oktober ab. Sein Nachfolger als Präsident der "Scuderia" steht schon fest.

Luca di Montezemolo hat seinen Rücktritt als Präsident des italienischen Automobilherstellers Ferrari für den Oktober angekündigt. Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Der 67 Jahre alte di Montezemolo hatte den Posten 23 Jahre inne. Als Assistent von Enzo Ferrari hatte er seine Karriere bei Ferrari Anfang der 1970er Jahre begonnen. Über das Ende seiner Amtszeit war in den vergangenen Tagen bereits heftig spekuliert worden. "Das ist das Ende einer Ära, und daher habe ich mich entschieden, meinen Posten als Präsident zu räumen - nach fast 23 herrlichen und unvergesslichen Jahren", schrieb di Montezemolo.

Die Bilanz des Formel-1-Teams Ferrari in den vergangenen Jahren war ernüchternd. Nachdem sich Michael Schumachers Erfolgsserie von fünf WM-Titeln (2000-2004) hatte die Scuderia nur noch einen Titel geholt: 2007, als der Finne Kimi Räikkönen Weltmeister wurde. Ausgerechnet in dieser Saison, dem Jahr der größten technischen Revolution der Formel-1-Geschichte, hinkt Ferrari den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Im April hatte die Krise des Rennstalls schon

Teamchef Stefano Domenicali

den Job gekostet. Im Juli musste Motorenchef Luca Marmorini seinen Hut nehmen. In der aktuellen WM-Gesamtwertung liegt der Spanier Fernando Alonso auf Rang fünf, Kimi Räikkönen ist Zehnter. In der Teamwertung rangiert Ferrari hinter Mercedes, Red Bull und Williams auf dem vierten Platz.

Di Montezemolos Nachfolger wird der Fiat-Vorsitzende Sergio Marchionne (62). Montezemolo ist seit 1991 Ferrari-Chef, der damalige Fiat-Boss Gianni Agnelli hatte ihn in das Amt berufen. Zuletzt hatten italienische Medien über einen Konflikt zwischen Montezemolo und Marchionne berichtet, der sich auch an den schwachen Leistungen des Formel-1-Teams entzündet habe.

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