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Kultur

Fernsehjournalist Klaus Bednarz gestorben

Er war einer der profiliertesten und meinungsstärksten TV-Journalisten der Nachkriegszeit und moderierte jahrelang das kritische Politmagazin "Monitor". Nun ist Klaus Bednarz gestorben.

Der Fernsehjournalist Klaus Bednarz ist tot. Er starb am Dienstagabend im Alter von 72 Jahren. Das bestätigte am Mittwoch (15.04.2015) eine WDR-Sprecherin in Köln.

Bednarz galt als einer der profiliertesten und meinungsstärksten TV-Journalisten der Nachkriegszeit. Er wurde vor allem bekannt als Auslandskorrespondent in Moskau. Von 1983 bis 2001 moderierte er für den WDR das Politik-Magazin "Monitor" im Ersten, dessen Redaktion er auch leitete. "Mit Klaus Bednarz verlieren wir einen der bedeutendsten deutschen Fernsehjournalisten", sagte WDR-Intendant Tom Buhrow. Unter seiner Leitung habe die Sendung "Monitor" Herausragendes und Richtungsweisendes auf dem Gebiet des investigativen Journalismus geleistet. WDR-Chefredakteurin Sonia Seymour Mikich erklärte, "Klaus Bednarz war ein Anker für alle, die sich für Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen".

Klaus Bednarz wurde am 6. Juni 1942 im brandenburgischen Falkensee geboren und kam als 13-Jähriger mit der Familie aus der DDR in den Westen. 1967 arbeitete er beim Deutschen Fernsehen. 1983 wurde er Redaktionsleiter des politischen Fernsehmagazins "Monitor" beim WDR-Fernsehen und ARD-Kommentator. Inhaltlich stand er mit "Monitor" nach eigenem Bekunden "für die Rechte von Minderheiten, für Menschenrechte, für soziale Chancengleichheit, für den Erhalt der Umwelt" und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er u. a. den BUND-Journalistenpreis und die Carl-von-Ossietzky-Medaille für den Mut, die Zivilcourage und die journalistische Sorgfalt, mit der er und seine Redaktion Beeinträchtigungen der Menschen- und Bürgerrechte in Politik und Wirtschaft aufdeckten.

ab/az (dpa/WDR/Munzinger)