Femen-Aktivistin klettert in Weihnachtskrippe im Vatikan | Aktuell Europa | DW | 26.12.2017
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Vatikan

Femen-Aktivistin klettert in Weihnachtskrippe im Vatikan

Eine Aktivistin der Frauenrechtsorganisation Femen hat an Weihnachten versucht, halbnackt aus der Krippe vor dem Petersdom in Rom das Jesuskind zu stehlen - und das nicht zum ersten Mal.

Kurz vor der Verkündung der Weihnachtsbotschaft durch Papst Franziskus hat im Vatikan eine barbusige Femen-Aktivistin für Aufsehen gesorgt. Die 25-jährige Ukrainerin entblößte an der Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz ihren Oberkörper, rief auf Englisch "Gott ist eine Frau" und riss die Jesusfigur aus der Krippe (Artikelbild), wie die italienische Polizei mitteilte. Die Aktivistin wurde festgenommen.

Die Polizei warf ihr Widerstand, Verletzung eines Polizisten, Beleidigung religiöser Symbole, versuchten Diebstahl und obszönes Verhalten in der Öffentlichkeit vor. Vor ihrer Festnahme gelang es der Frau noch, deutlich die Aufschriften #metoo und "Assaulted by church" (Angegriffen durch die Kirche) auf ihrem nackten Oberkörper zu zeigen. 

Der Vorfall ereignete sich rund zwei Stunden, bevor Papst Franziskus vor 50.000 Gläubigen auf dem Petersplatz seine Weihnachtsbotschaft verkündete und den Segen "Urbi et Orbi" spendete. 

Mit der Aktion wolle man gegen die Sexualmoral des Vatikans protestieren und den Versuch, auf Frauen und das Recht auf ihren Körper einzuwirken - zum Beispiel im Fall von Abtreibungen und Verhütung, hieß es in einer Mitteilung der Aktivistinnen. "Ein Kind ist nicht von Gott, sondern von einer Frau."

Die Aktivistinnen der in der Ukraine gegründeten feministischen Gruppe Femen erregen immer wieder mit barbusigen Protesten Aufsehen. Seit Jahren kritisiert Femen die katholische Kirche als frauenfeindlich. 

Es ist nicht das erste Mal, das Aktivisten der Gruppe "Femen" sich am Raub des Jesuskinds auf dem Petersplatz versuchen; bereits 2014 machte die Gruppe damit Schlagzeilen.

stu/jj (afp, dpa, kna)
 

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