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Fußball

Felix Glückauf

Fußball-Bundesligist Schalke 04 drücken 137 Millionen Euro Schulden. Ersten Mitarbeitern, unter anderem in der Hausmeisterei, wurde gekündigt. Trotzdem sei alles im Lot, sagt Trainer und Manager Felix Magath.

Portrait Schalke-Trainer Magath im Gelsenkirchener Stadion. Foto: AP

Ich bin der Felix

Ich bin der Felix. Und ich bin, was mein Name bedeutet, nämlich glücklich oder, wie der Schalker sagt, Glückauf. Schuldenkrise hin oder her, meine Milliönchen fließen noch, so drei im Jahr. Psst, nicht weitersagen! Das kommt vielleicht nicht ganz so gut, wenn Schalke gleichzeitig die Hausmeister feuert. Aber mal ehrlich, ein bisschen Schwund ist immer. Und im digitalen Zeitalter mit computergesteuerten Heizungsanlagen braucht man doch wohl auch keine Hausmeister mehr.

Aus Mäusen Meister gemacht

Ich aber bin unverzichtbar. Ich koste Geld, weil ich Geld schürfen kann. Siehe Wolfsburg: Die Wölfe waren graue Mäuse, bevor ich sie dressiert habe. Jetzt sind sie Meister. Dafür brauchte ich nur schlappe 60 Milliönchen, die ich dem Autobauer mit den zwei Buchstaben abgeschwatzt habe. Bei den Schalkern ist das ein bisschen komplizierter. Denen fehlen137 Milliönchen im Portemonnaie und sie wollen trotzdem Meister werden. Unmöglich? Ich hieße nicht Felix, wenn ich keine Idee hätte. Und ganz unbescheiden sage ich voraus: Meine Idee wird den Fußball revolutionieren.

Alle bis auf Kuranyi

Portrait Kevin Kuranyi mit zusammengepressten Lippen. Foto: AP

Ich bin der Kevin

Die Schalker Spieler werden künftig Doppelfunktionen haben. Ich bin ja schließlich auch Trainer und Manager in einer Person. Torwart Manuel Neuer muss also künftig nicht nur sein Tor hüten, sondern gleichzeitig zentraler Abwehrspieler sein. Heiko Westermann wird parallel verteidigen und im zentralen Mittelfeld das Spiel machen. Und so weiter. Einzig Kevin Kuranyi bleibt nur Stürmer, sonst ist er kopfmäßig überfordert. Damit kann ich die Mannschaft von elf Spielern auf sechs reduzieren. Macht ein Einsparpotential von, grob gerechnet, 30 Milliönchen per annum. In vier Jahren sind wir schuldenfrei, im fünften Meister. Sie sagen, dann müssten die Spieler ja doppelt so viel laufen? Lassen sie das mal meine Sorge sein. Es reicht wenn einer Glückauf ist: der Felix.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Sarah Faupel

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