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Fehler

Von Fehlanzeigen bis Fehlzündungen - Fehler gibt es von A bis Z. Auch Entscheidungen können sich als Fehlentscheidungen herausstellen. Feststeht, niemand ist fehlerfrei, und das ist auch gut so.‎

Ein Auto, das ungebremst gegen eine Hauswand gefahren ist

Schwerer Fehler!

Wir machen sie alle. Weil niemand von uns vollkommen ist, weil jeder neben seinen Stärken auch Schwächen hat. Das ist zutiefst menschlich.

Irren ist menschlich

"Wo Menschen arbeiten, werden auch Fehler gemacht", dieser Spruch ist zwar zutreffend, aber merkwürdigerweise vor allem dort zu hören, wo tatsächlich immer wieder viele Fehler begangen werden. "Man darf jeden Fehler machen, aber nur einmal" ist ein Satz, den man unter Profis fast aller Branchen ab und an zu hören bekommt.

Dies allerdings ist wohl leichter gesagt als getan, denn wie wir in den Zeitungen lesen konnten, ist der Grund erschreckend vieler Firmenpleiten darin zu suchen, dass im Management dieser Firmen, von der Geschäftsführung also, zu viele schwerwiegende Fehler gemacht wurden und werden. Sollte also Fehlmanagement und nicht die ökonomische Krise Ursache für den Bankrott selbst renommierter und traditionsreicher Unternehmen sein?

Fehler von A bis Z

Es kommt wohl beides zusammen. Schließlich ist die Krise ja Ausdruck wirtschaftlicher Fehlentwicklung. Oder? Wie auch immer, was nun das Wort "Fehler" angeht, so gehen Sie nicht fehl in der Annahme, dass sich das heutige Stichwort mit ihm und seinen vielerlei Spielarten und Bedeutungen befasst.

Es ist erstaunlich, was man unter dem Stichwort "Fehler" in den Büchern alles findet. Fehler von A bis Z. Beispiel für A: Fehlanzeige. Ein Wort aus der Militärsprache. Es ist die Meldung bei Schießübungen, dass ein Schuss nicht getroffen hat. Umgangssprachlich hat sich die "Fehlanzeige" als Ausdruck für die Mitteilung eingebürgert, dass etwas nicht stimmt, für einen negativen Bescheid oder für ergebnislose Suche. Beispiel für Z: Fehlzündung. Das Wort für die Zündung bei Verbrennungsmotoren zum falschen Zeitpunkt. Sie äußert sich meist in einem lauten Knall aus dem Auspuff.

Falsche Fehler

Schon an diesen wenigen Beispielen lässt sich die Grundbedeutung von "Fehler" erkennen: Er ist etwas, was falsch ist; was also vom Richtigen abweicht. Wir werden jetzt aber nicht den Fehler machen und nachgrübeln, ob es denn immer das Richtige zum Falschen beziehungsweise das Falsche zum Richtigen gibt. Dennoch: Fehler sollte man tunlichst vermeiden.

Aber das ist nicht so einfach. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ein Ökonom ist nicht zwangsläufig ein Taugenichts, wenn sich seine Kalkulation im Endeffekt als Fehlkalkulation herausstellt. Fehlentwicklungen außerhalb seiner Zugriffsmöglichkeiten können ebenso die Ursache wie Fehlinformationen aus dritter Hand sein.

Fehler aller Art

Fehler ist nicht gleich Fehler. Es gibt den Fehler als irrtümliche Entscheidung. Zum Beispiel im Sport. Der berühmte unberechtigte Elfmeter, die Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Davon geht die Welt nicht unter. Geradezu harmlos der Druck- oder Tippfehler, der Webfehler in einem Kleidungsstück oder die Fehlfarbe.

Schwerwiegender sind indessen solche Fehler, wie sie beispielsweise medizinischen Fehldiagnosen zugrunde liegen, die in der Folge zur Fehlbehandlung des Patienten oder der Patientin führen können. Es gibt Leichtsinnsfehler; den Rechtschreibfehler, den auch der sehr gute Schüler macht – oder die Schülerin; es gibt schwere und schwerwiegende, ja katastrophale Fehler. Das menschliche Versagen, die Fehlleistung des Piloten, die zum Absturz des Flugzeugs führt.

Du fehlst mir!

Fehler einer anderen Art sind die der menschlichen Natur im Sinne von Eigenschaften. Der körperlichen wie der seelischen. Wir kennen die körperlichen Miss- oder Fehlbildungen, die Fehlhaltungen, weil wir zu wenig Sport machen; und wir wissen von charakterlichen Fehlern und Schwächen, die wir am liebsten bei anderen feststellen. Aber es ist beruhigend zu wissen, dass niemand ohne Fehl und Tadel ist.


Das redensartliche "Ohne Fehl und Tadel" ist ein sehr alter Ausdruck, der zu den Wurzeln des Wortes "fehlen" führt. "Fehlen" ist ein Wort aus dem Altfranzösischen. "Faillir" bedeutete "verfehlen", "sich irren" und auch "mangeln". Zu Beginn des 13. Jahrhunderts erscheint es als Lehnwort im deutschen Sprachraum. Im 16. Jahrhundert wird auch im Deutschen das italienische "fallire" bekannt. Ein Wort aus der Handelssprache mit der Bedeutung "Bankrott machen". Wie war das mit den Fehlern im Management? Das französische Wort für Bankrott ist übrigens auch heute noch "faillite".

Fragen zum Text

Wo Menschen arbeiten,…

1. fallen die Späne.

2. werden auch Fehler gemacht.

3. bleibt kein Auge trocken.

Was ist eine Fehlanzeige?

1. die Meldung bei Schießübungen, dass ein Schuss nicht getroffen hat

2. eine fehlerhafte Anzeige in der Zeitung

3. eine Vermisstenanzeige

Niemand ist ohne…

1. Furcht und Adel.

2. Fehl und Tadel.

3. Faden und Nadel.

Arbeitsauftrag

Druckfehler, Fahlanzeige, Fehlentscheidung - viele Wörter beinhalten das Wörtchen fehl. Schreiben Sie fünf Wörter auf und erklären Sie deren Bedeutung schriftlich.

Autor: Michael Utz

Redaktion: Beatrice Warken


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