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Wimbledon

Federer zum elften Mal im Finale

Der letzte seiner insgesamt sieben Wimbledon-Titel ist fünf Jahre her: Nach seinem Sieg gegen Tomas Berdych kann sich Roger Feder zum alleinigen Rasen-Rekordsieger küren. Im Endspiel wartet ein großer Gegner auf ihn.

Roger Federer hat die Nervenprobe gegen Tomas Berdych mit Bravour bestanden und greift nach dem historischen achten Titel in Wimbledon. Der Top-Favorit aus der Schweiz setzte sich gegen den tapfer kämpfenden Tschechen 7:6 (7:4), 7:6 (7:4) und 6:4 durch und zog zum dritten Mal in seiner Karriere auf dem "Heiligen Rasen" ohne Satzverlust ins Finale ein.

Dort kann er am Sonntag (15.00 Uhr MESZ) mit einem Sieg gegen den Kroaten Marin Cilic das nächste Kapitel in den Geschichtsbüchern des All England Club schreiben. Nie zuvor in der 131-jährigen Turniergeschichte waren einem Spieler acht Triumphe gelungen. Bisher teilt sich Federer die Bestmarke mit Pete Sampras aus den USA und dem legendären Briten Williams Renshaw. "Es ist ein Privileg und eine große Freude, hier ein weiteres Finale auf dem Centre Court zu spielen", sagte Federer: "Ich kann es kaum glauben, das fühlt sich überragend an. Jetzt freue ich mich auf einen freien Tag, um zu realisieren, was passiert ist. Und dann möchte auch ein gutes Finale spielen."

Zunächst muss Federer jedoch noch die Hürde Marin Cilic meistern, der US-Open-Champion von 2014 ist in der Rasenform seines Lebens. Im Halbfinale bezwang er den Amerikaner Sam Querrey ebenfalls nerven- und aufschlagstark mit 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3), 7:5. Cilic weiß, wie man Federer in großen Matches bezwingt, auf dem Weg zu seinem Triumph in New York gelang ihm sein bisher einziger Sieg in sieben Aufeinandertreffen. Cilic (28) weiß aber auch, was auf dem Centre Court auf ihn zukommt. "Roger spielt sein bestes Tennis auf diesem Platz, hier fühlt er sich zuhause", sagte er. Vor einem Jahr hatte Cilic die Chance, den angeschlagenen Federer aus dem Turnier zu werfen, vergab im Viertelfinale jedoch drei Matchbälle.

Im Jahr 2017 ist Federer ein anderer Spieler, "frischer, ausgeruhter und selbstbewusster", wie er selbst sagt. Die Kraft, die er durch die Pause während der Sandplatzsaison gespart hat, machte gegen Berdych den Unterschied aus. Zwar hielt der frühere Finalist mutig dagegen und stellte Federer vor größere Aufgaben als alle seine fünf vorherigen Gegner zusammen, in den entscheidenden Momenten spielte der Rekordsieger jedoch stets sein bestes Tennis.

sw (dpa, sid)

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