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US-Notenbank

Fed bleibt auf Zinskurs

Die US-Notenbank Fed ändert nichts an ihrer Geldpolitik. Aus Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahlen bleiben die Zinsen auf ihrem niedrigen Niveau. Der inoffizielle Angstgegner heißt wohl Donald Trump.

Am 8. November wird in den USA gewählt. Die Börsenkurse wackeln schon ein wenig bei der Vorstellung, dass der kommenden US-Präsident Donald Trump heißen könnte. Doch nicht nur Aktienhändler, auch die obersten Währungshüter haben das Rennen um das Weiße Haus ganz genau im Blick. Der politische Quereinsteiger Trump hatte die US-Notenbank und deren Vorsitzende Janet Yellen mehrfach verbal scharf attackiert.

Wohl auch deshalb wartet die Notenbank mit weiteren Zinsschritten ab. Die Rate liege weiter in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,50 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch in Washington mit. Die Argumente für eine Anhebung hätten sich aber weiter verstärkt. Die Zentralbank will jedoch zuvor noch "einige" weitere Hinweise sehen, dass es auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und stabilen Preisen vorangeht. Viele Experten rechnen damit, dass die Zentralbank ihre Geldpolitik jetzt Mitte Dezember straffen wird - nach der Präsidentschaftswahl.

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Sorgt für Unsicherheit: Donald Trump

Mit der Entscheidung haben die US-Währungshüter zum siebten Mal in Folge den Zins unangetastet gelassen. Mitte Dezember 2015 hatte die Notenbank erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins angehoben. Dieser hatte zuvor seit Ende 2008 - als die weltweite Finanzkrise ihren Höhepunkt erreicht hatte - in der Spanne zwischen null und 0,25 Prozent gelegen.

Yellen hat einen Einfluss der Präsidentschaftswahlen auf den geldpolitischen Kurs der Notenbank zwar verneint. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Reaktion der Märkte auf den Ausgang der Wahl eine wichtige Rolle für die Fed spielt. Das britische Analysehaus Capital Economics hält sogar einen Rücktritt von Yellen im Falle eines Wahlsiegs Trumps für möglich.

nm/dk (dpa, rtr)