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Hamburg

FC St. Pauli öffnet Stadion für G20-Demonstranten

Der Hamburger Fußballverein FC St. Pauli hilft Demonstranten beim G20-Gipfel und richtet Schlafplätze im Millerntor-Stadion ein. Der Club reagiere damit auf "absurde Campverbote".

Der Hamburger Fußballverein FC St. Pauli ist für seine linksalternativen Fans bekannt. Während des G20-Gipfels in der Stadt will der Club deshalb auch ein Zeichen setzen. Das Millerntor-Stadion wird für Teilnehmer der zahlreichen Demonstrationen geöffnet. Die Vereinsführung habe entschieden, dass 200 Schlafplätze im Umlauf der Haupttribüne eingerichtet werden könnten, teilte der Verein mit. Die dortigen sanitären Einrichtungen könnten mitbenutzt werden. Für die Verpflegung würden die Protest-Organisatoren eine mobile Küche einrichten.

"Zeichen für Meinungsfreiheit"

Kurz vor Beginn des G20-Gipfels fehlen in der Hansestadt nach wie vor Übernachtungsmöglichkeiten für Kritiker des Polittreffens. Man reagiere auf die "fehlenden Schlafmöglichkeiten für auswärtige Gäste", hieß es vom Traditionsverein. "Mit unserer Entscheidung setzen wir ein klares Zeichen für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und das Demonstrationsrecht. Der FC St. Pauli steht für eine lebendige Kultur ohne Wenn und Aber."

Der gemeinsame Beschluss von Präsidium und Aufsichtsrat wurde unter dem Arbeitstitel "Yes we camp" gefasst. Bereits seit Mittwoch ist auch ein alternatives Pressezentrum am Millerntor in Betrieb. Die Arena ist nur wenige hundert Meter vom G20-Tagungsort, den Hamburger Messehallen, entfernt.

Zuvor hatten bereits einige Kirchen und das Schauspielhaus in Hamburg Demonstranten Schlafmöglichkeiten angeboten. Um die Frage der Übernachtungscamps für G20-Demonstranten gibt es seit Tagen Streit. Die Sicherheitsbehörden hatten Versuche gestoppt, in Parks zentrale Zeltlager aufzustellen. Am Mittwoch erlaubte das Hamburger Oberverwaltungsgericht indes den Aufbau von 600 Schlafzelten im Elbpark Entenwerder und im Altonaer Volkspark.

wo/gri (afp, sid)

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