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Sport-News

FC Parma insolvent - Präsident verhaftet

Der italienische Erstligist FC Parma ist nun auch offiziell insolvent. Außerdem wird der Präsident des Vereins, Giampietro Manenti, wegen angeblicher Geldwäsche festgenommen.

Der italienische Erstligist FC Parma ist insolvent. Dies gab ein Insolvenzrichter in Parma Donnerstag bekannt, nachdem das Tribunal über einen Konkursantrag der Staatsanwaltschaft befunden hatte. Die Schulden des Klubs belaufen sich auf 218 Millionen Euro. Dem dreimaligen Europapokalsieger droht damit ein Neustart in der Amateurliga. Parma befindet sich schon länger in der Krise. Der Gipfel: Im vergangenen Jahr verweigerte die UEFA dem Klub die sportlich verdiente Teilnahme an der Europa League.

Zuvor war der Präsident des italienischen Erstligisten, Giampietro Manenti, festgenommen worden. Dem Unternehmer wird vorgeworfen, illegales Kapital für seine Geschäfte verwendet zu haben. Manenti wurde mit weiteren 22 Personen im Rahmen einer ausgedehnten Untersuchung in Zusammenhang mit Geldwäsche, Betrug per Internet und geklonten Kreditkarten festgenommen. Sie hätten eine Summe von 4,5 Millionen Euro aus illegalen Kanälen waschen wollen, teilte Staatsanwalt Michele Prestipino am Mittwoch mit. Das Geld sollte Manenti demnach unter einem Vorwand überwiesen werden. Es sei davon auszugehen, dass die Organisation und Manenti das Geld hätten teilen wollen, hieß es weiter. Aufgrund von finanziellen Problemen haben Spieler und Mitarbeiter des Clubs Berichten zufolge seit fünf Monaten kein Gehalt mehr überwiesen bekommen.

Der FC Parma ist einer der traditionsreichsten italienischen Fußballvereine. Buffon, Ancelotti, Zola, Adriano, Cassano - die Liste der ehemaligen Stars Parmas ist lang. Wie die restliche Saison für den Verein weiter geht ist noch unklar: Parma ist auch aufgrund zweimaliger Punktabzüge mit neun Punkten abgeschlagenes Schlusslicht der Serie A.

jhr/tk (afp, sid)