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Fußball

FC Bayern enttäuscht in Neapel

Am 3. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase haben die Bayern ihren Spitzenplatz mit einem Remis gegen Neapel weiter gefestigt. Leverkusen empfängt Valencia und Dortmund peilt gegen Piräus den ersten Sieg an.

Mario Gomez schlägt sich die Hände vor das Gesicht, nachdem er einen Elfmeter verschossen hat. (Foto: Andreas Gebert dpa/lby)

Mario Gomez (r.) vergab die Siegchance

In der Bundesliga unbezwingbar und in der Champions League Spitzenreiter der Gruppe A: Der FC Bayern München war als Favorit zum Tabellenfünften der Serie A nach Italien gereist, dem SSC Neapel. Und es dauerte gerade einmal 99 Sekunden bis zum ersten bayerischen Jubel: Toni Kroos besorgte in der 2. Spielminute die frühe 1:0-Führung für die Bayern, die sich zunächst von dem Spektakel auf den Rängen des gut gefüllten Stadions San Paolo nicht beeindrucken ließen. Bengalos, Feuerwerk und ohrenbetäubender Lärm der über 60.000 fußballverrückten Tifosi hatten den deutschen Rekordmeister empfangen. Die ganze Stadt, so schien es, fieberte dem Spiel und einem möglichen Fußballwunder entgegen. Die Fans peitschten ihre Mannschaft von Beginn an bis zum Abpfiff nach vorn und freuten sich am Ende über ein überraschendes 1:1 (1:1)-Unentschieden. "Insgesamt haben wir ein gutes und souveränes Spiel gemacht. Ich denke, ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen", bilanzierte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. Damit bleiben die Bayern zwar ungeschlagen und Tabellenführer der Gruppe A, verpassten es aber, ihren Vorsprung weiter auszubauen.

Bayern-Serie gerissen

Badstuber beim Eigentor. (Foto:Francesco Pecoraro, Lapresse/AP/dapd)

Auch das 1:1 schossen die Bayern: Badstuber per Eigentor

Zwölf Pflichtspiele in Folge waren sie ohne Gegentreffer geblieben. Doch im 13. wurde Bayern-Torwart Manuel Neuer bezwungen – ausgerechnet von einem seiner Vorderleute: Holger Badstuber fälschte eine Hereingabe unhaltbar aus kürzester Distanz zum 1:1 ins eigene Tor ab – natürlich frenetisch umjubelt von den Tifosi. "Das Gegentor war natürlich unglücklich", haderte Heynckes, beschwichtigte aber: "Mein Gott, wir können natürlich auch mal Fehler machen." Es war der erste gefährliche Vorstoß der Gastgeber im Spiel, die Bayern hatten im ersten Durchgang fast 70 Prozent Ballbesitz. "Ein Gegentor bekommt man ungern, gerade wenn man 1:0 führt", sagte Neuer. "Es ist schon schwer hier zu bestehen. Wir hatten uns vorgenommen zu gewonnen. Napoli hat uns das Leben schwer gemacht."

Die zweite Hälfte begann wie die erste: Mit einem Blitzstart für die Bayern. Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff zeigte der portugiesische Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Er hatte ein Handspiel des italienischen Verteidigers Paolo Cannavaro gesehen, dem jüngeren Bruder von Ex-Nationalspieler Fabio. Ein höchst umstrittene Szene, die zu keinem Tor führte, denn Torwart Morgan de Sanctis hielt den schwach geschossenen Strafstoß von Mario Gomez mühelos. In der Folge häuften sich Abspielfehler der Münchener. Es schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. Und Neapel stellte sich mit Mann und Maus in die Abwehr. Für die Zuschauer war es keine anschauliche, dafür aber eine spannende Partie, denn wenn die Italiener mal einen Vorstoß wagten, wurde ihnen dafür erstaunlich viel Raum gelassen. Dennoch blieb Neapel im gesamten Spielverlauf ohne einen einzigen Torschuss.

Beide Teams spielten weit unter ihren Möglichkeiten und so blieb es am Ende bei dem vor allem für die Bayern entäuschenden Unentschieden. Im Parallelspiel besiegte Manchester City den spanischen Vertreter FC Villareal mit 2:1 (1:1). Damit führt Bayern weiter mit sieben Punkten die Gruppe an, gefolgt von Neapel mit fünf Punkten. Manchester City ist mit vier Zählern Dritter, Villareal bleibt punktlos Letzter.

BVB schon unter Zugzwang

Dortmunds Ivan Perisic erzielt das 1:1 gegen Arsenal. (Foto: Rolf Vennenbernd dpa/lnw)

Perisics (l) Traumtor gegen Arsenal bescherte dem BVB einen Punkt

Am Mittwochabend starten dann auch die beiden anderen deutschen Mannschaften in die dritte Gruppenrunde. Nach drei Bundesliga-Siegen in Folge hofft Borussia Dortmund auf den ersten Champions-League-Dreier bei Olympiakos Piräus. Beide Teams haben einen Fehlstart hingelegt: Die Griechen verloren beide Auftaktspiele. Dortmund gelang immerhin ein 1:1 gegen den FC Arsenal, verlor aber trotz großer Überlegenheit gegen Olympique Marseille mit 0:3. Damit liegt der BVB schon drei Punkte hinter dem Tabellenzweiten Arsenal. Endlich ein Sieg in der Königsklasse wäre enorm wichtig, weiß auch Kapitän Sebastian Kehl: "Es läuft noch nicht alles zu 100 Prozent und ein paar Sachen müssen auch noch besser werden. Wir sind auf dem richtigen Weg und jetzt freuen wir uns auf das Spiel in Piräus." Die Dortmunder treffen übrigens bei ihrer siebten Champions-League-Teilnahme erstmals auf eine Mannschaft aus Griechenland.

Auch Bayer Leverkusen trifft zum ersten Mal auf seinen Gegner FC Valencia, hat allerdings schon über 20 Mal gegen spanische Teams gespielt. Nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen den FC Chelsea will Bayer nun an den 2:0-Sieg gegen den KRC Genk anknüpfen. Mit drei Punkten liegt Leverkusen an zweiter Stelle hinter Chelsea – und genau das ist für Leverkusen auch das erklärte Ziel für die Gruppenphase: Platz zwei.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Andreas Sten-Ziemons

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