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Aktuell Welt

FBI: Der Mörder von Foley und Sotloff ist identifiziert

Die US-Bundespolizei hat nach eigener Aussage die Identität des Vermummten geklärt, der auf IS-Videos zusammen mit den US-Geiseln James Foley und Steven Sotloff zu sehen ist - und wahrscheinlich deren Mörder ist.

Die Identität des maskierten Kämpfers der Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS), der die beiden Männer hingerichtet haben soll, sei geklärt, sagte FBI-Chef James Comey in Washington. Die beiden Videos von den Enthauptungen der Journalisten hatten weltweit für Entsetzen gesorgt.

Der US-Journalist James Foley (Foto: picture-alliance/dpa)

James Foley

Bislang war bekannt, dass der Dschihadist mit britischem Akzent sprach, als er mit weiteren Hinrichtungen drohte, sollten die USA und Großbritannien ihren Kampf gegen den IS fortsetzen. Comey wollte keine Angaben zu der Person machen, auch nicht zu ihrer mutmaßlich britischen Herkunft. "Ich könnte, aber ich möchte nicht", sagte der FBI-Chef.

Foley - Sotloff - Haines - Gourdel

Am 19. August hatte der IS ein Video ins Netz gestellt, das die Ermordung des US-Journalisten Foley zeigte. Am 2. September folgten Aufnahmen mit der Ermordung des US-Reporters Sotloff. Knapp zwei Wochen später tauchte ein IS-Video mit der Hinrichtung der britischen Geisel David Haines auf. Ein am Mittwoch im Internet veröffentlichtes Video der Islamistengruppe Jund al-Khilafa (Soldaten des Kalifats) zeigt die Enthauptung des in Algerien verschleppten Franzosen Hervé Gourdel.

Der US-Journalist Steven Sotloff (Foto: Reuters)

Steven Sotloff

Comey sagte, dass außerdem ein weiteres IS-Video das FBI beschäftige. In einem 55-minütigen Propaganda-Film mit dem Titel "Flames of War" (Flammen des Krieges) wirbt ein maskierter Dschihadist um englischsprachige IS-Rekruten und versucht zugleich, den Westen einzuschüchtern. "Zweifellos spricht in diesem Video jemand Englisch mit einem nordamerikanischen Akzent, deshalb ist das ein Schwerpunktthema für uns", sagte Comey. Die zahlreichen IS-Kämpfer aus Europa und den USA wecken in ihren Herkunftsländern die Sorge vor Anschlägen, sobald die Milizionäre wieder heimkehren.

Öffentliche Erschießung von IS-Kritikerin in Mossul

Unterdessen wird aus dem Irak ein weiterer IS-Mord gemeldet: Dort töteten die Dschihadisten eine Menschenrechtsaktivistin, die zuvor in sozialen Netzwerken Kritik an den Extremisten geübt hatte. Wie die Menschenrechtsorganisation GCHR mitteilte, wurde Samira Saleh al-Nuaimi auf einem Platz im Zentrum von Mossul von maskierten IS-Kämpfern öffentlich erschossen.

Nachbarn zufolge war al-Nuaimi vor zwei Wochen entführt worden. Zur Begründung hätten die Islamisten erklärt, sie habe sich nicht für ihre auf Facebook geäußerte Kritik an der Zerstörung religiöser Schreine durch den IS entschuldigt. Der oberste UN-Gesandte im Irak, Nickolay Mladenov, verurteilte die Tötung der Menschenrechtlerin als ein weiteres Beispiel in der Reihe der vom IS verübten "unzähligen widerwärtigen Verbrechen gegen das Volk des Irak".

sti/ml (afp, rtr, ape)

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