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Kultur

Fatale Erinnerungen

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeug in ein Mailänder Hochhaus haben die Behörden ihre Ermittlungen am Freitag (19.04.) fortgesetzt. Inzwischen gehen sie von einem Unfall aus.

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Das Pirelli-Hochhaus nach dem Aufprall

Bei dem Absturz am Donnerstag (18.04.) kamen drei Menschen ums Leben, darunter der fast siebzigjährige Pilot. Rund 90 Menschen wurden verletzt. Das Flugzeug krachte in den 26. Stock des 30-stöckigen Pirelli-Hochhauses im Mailänder Zentrum. Darin sind etliche Behörden der Regionalregierung der Lombardei untergebracht; der Hauptbahnhof befindet sich in unmittelbarer Nähe. Die sechs obersten Stockwerke gerieten in Brand. Nach Angaben von Experten bestand für das Gebäude zu keiner Zeit Einsturzgefahr.

Unterdessen setzen italienische Behörden ihre Ermittlungen des Flugzeugunglücks fort. Sie wollen endgültig klären, warum das Kleinflugzeug am Donnerstagabend in das Mailänder Pirelli-Hochhaus raste. Es wurde vermutet, dass der aus der Schweiz kommende Pilot wegen eines
technischen Defekts die Kontrolle über die Maschine
verloren oder einen Schwächeanfall erlitten hatte. Obwohl alle Hinweise nach Angaben der Behörden auf einen Unfall deuten, sitzt der Schock nicht nur bei den Mailändern tief. Weltweit erregten die Bilder große Aufmerksamkeit. Erinnerungen wurden wach an die Katastrophe in New York am 11. September 2001, als Terroristen mit zwei Flugzeugen die beiden Türme des World Trade Centers zum Einsturz brachten.

Flugzeug flog ins Pirelli Hochhaus in Mailand, Italien

Nach den Worten des italienischen Verkehrsministers
Piero Lunardi ist vermutlich einen Schwächeanfall des Piloten die Absturzursache. Möglicherweise verlor der ältere Pilot durch Verbrennungsgase in der Kabine das Bewusstsein, sagte der Minister nach Angaben des staatlichen Fernsehens unter Berufung auf Informationen des Kontrollturms auf dem Mailänder Flughafen Linate. Entgegen ersten Meldungen hat der Pilot italienischen Medienberichten zufolge vor dem Absturz kein SOS gefunkt.
(wga)

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