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Aktuell Deutschland

Fast jeder Sechste in Deutschland ist arm

Trotz der relativ guten Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt gelten rund 13 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Bei Alleinerziehenden, Frauen und Singles ist das Risiko besonders hoch, in Armut abzurutschen.

Die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden geben keinen Anlass zu Hoffnung auf Besserung. Mit 16,1 Prozent war der Anteil der armutsgefährdeten Menschen an der Bevölkerung in Deutschland im vergangenen Jahr genauso hoch wie 2012. Frauen mit einer Quote von 18 Prozent sind häufiger von Armut bedroht als Männer, bei denen der Anteil bei 16 Prozent liegt.

Ein Drittel aller Alleinerziehenden ist arm

Unter den Alleinerziehenden laufen sogar mehr als 35 Prozent Gefahr, in Armut abzurutschen. Und auch bei den Alleinlebenden sieht es nicht viel besser aus. Hier beträgt der entsprechende Anteil 31,9 Prozent, wie die Statistiker erläuterten.

Wer einen Arbeitsplatz hat, gerät vergleichsweise selten in Bedrängnis: Hier sind nur 8,6 Prozent gefährdet, bei den Arbeitslosen sind es dagegen 69,3 Prozent.

Bettler mit Hund (Foto: dpa)

Arbeitslose sind besonders oft von Armut betroffen

Kinderarmut steigt

Unter Armut haben in Deutschland auch wieder zunehmend Kinder zu leiden. In der Altersgruppe unter 15 Jahren lag ihr Anteil im Mai dieses Jahres bei 15,7 Prozent. 2012 waren 15 Prozent der Kinder von Armut betroffen.

Die Zahlen basieren auf Erhebungen in der Europäischen Union. Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition, wer inklusive staatlicher Sozialleistungen wie Kinder- oder Wohngeld weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Im vergangenen Jahr lag dieser Schwellenwert für eine allein lebende Person in Deutschland bei 979 Euro im Monat (11.749 Euro im Jahr), für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2056 Euro im Monat (24.673 Euro im Jahr).

se/as (rtr, dpa, kna, epd)